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Thomas Tragust im Trikot der Innsbrucker Haie Tragust im Spiel gegen Red Bull Salzburg

Der schwierige Saisonstart des Thomas Tragust

Den Beginn seines Österreich-Abenteuers hatte sich der 26-Jährige aus Goldrein ganz anders vorgestellt: Nach acht Spiel hat sein Verein, die Innsbrucker Haie, noch keinen einzigen Sieg auf der Habenseite verbucht. Der Torhüter brachte es bislang auf vier Einsätze, mit einer Fangquote von 86,5%.

Der Erstligarückkehrer aus der Nordtiroler Landeshauptstadt war mit bescheidenen Zielen in die neue Saison gestartet, dass das Comeback in der EBEL aber derart schwierig werden würde, hatten wohl selbst schärfsten Kritiker nicht vorhergesehen. In den ersten acht Spielen hagelte es acht Niederlagen für die Haie. Auch Thomas Tragust, der im Sommer nach Stationen in Meran, Canazei, Kaufbeuren und Sterzing in Innsbruck anheuerte, blieb bislang hinter den Erwartungen zurück. Von seinen Vorderleuten häufig im Stich gelassen, konnte er nur 86,5 % der Schüsse auf sein Tor entschärfen.

Dabei war das Debüt in der höchsten österreichischen Liga noch sehr vielversprechend: Bei der knappen Niederlage gegen die Graz 99er und dessen Goalie Freddy Cloutier brachte es Tragust auf eine Fangquote von immerhin 93,5 %. Diesen Schnitt konnte er in den folgenden Meisterschaftsspielen allerdings nicht halten. Bereits eine Woche später setzte es für Innsbruck eine herbe 0:9-Klatsche gegen Red Bull Salzburg. Der Vinschger Schlussmann stand bis zur zweiten Drittelpause im Einsatz.


Der Kampf um die Stammposition

Nachdem Tragust zwei Spiele von der Ersatzbank aus verfolgen musste, kehrte am sechsten Spieltag im schwierigen Auswärtsspiel gegen Znojmo aufs Eis zurück. Trotz der 3:5-Niederlage konnte er mit zahlreichen Saves und einer Fangquote von 90,7% überzeugen. Anschließend stand der ehemaliger Sterzinger wieder am achten Spieltag im Einsatz, als die Innsbrucker zuhause gegen Olimpija Ljubljana mit 1:7 untergingen. Der Südtiroler konnte dabei lediglich 78,8% der Schüsse abwehren.

Diese Zahlen werden dem Leistungspotenzial von Tragust keinesfalls gerecht und lassen sich in Teilen auch aus dem gesamten Abschneiden der Mannschaft ableiten. Innsbruck weist mit 42 Gegentoren nicht nur die löchrigste Defensive auf, sondern hat mit lediglich 16 erzielten Treffern auch den schlechtesten Angriff der gesamten Liga.

In den kommenden Wochen wird Tragust seinen Zweikampf um die Rolle als Stammtorhüter mit Patrick Machreich fortsetzen und gleichzeitig alles daran setzen, seine Klasse auch in Innsbruck unter Beweis zu stellen. Dass er diese besitzt, hat er in Vergangenheit sowohl im Nationalteam, als auch in der italienischen Serie A eindrucksvoll gezeigt. Nun liegt es an ihm, den hohen Ansprüchen der EBEL gerecht zu werden.

Autor: sportnews