h Eishockey

Befinden sich in überragender Form: Markus Spinell (links) und Simon Kostner. © Max Pattis

Die Eigengewächse machen’s: Buam erzwingen Spiel drei

Zu schade, dass keine Zuschauer in die Stadien dürfen. Denn die Rittner Buam hätten die Unterstützung des eigenen Anhangs für das, was sie seit Wochen leisten, mehr als nur verdient. Am Donnerstag erzwang die Heiskanen-Truppe im Rahmen der Italienmeisterschaft gegen Asiago das entscheidende dritte Spiel.

Als ob die Hürde Asiago nicht hoch genug wäre, mussten die Buam am Donnerstag auch noch ohne Dan Tudin, Kevin Fink, Adam Giacomuzzi und Philipp Pechlaner auskommen. Vor allem die Absenz des Italo-Kanadiers machte sich bemerkbar. Seine Klasse, seine Cleverness und nicht zuletzt seine Erfahrung fehlte den Buam an allen Ecken und Enden. All dies machten sie mit einem unglaublichen Laufpensum, einem perfekten taktischen Plan und zwei Eigengewächsen wett, denen im Moment alles aufgeht: Markus Spinell und Hannes Treibenreif. Das führte dazu, dass Ritten hochverdient mit 3:0 gewann.


Dass es an diesem Abend um viel ging, war beiden Mannschaften in den ersten Minuten anzumerken. Das Geschehen spielte sich im neutralen Drittel ab, das Fehler Vermeiden stand im Vordergrund. Erst nach rund zehn Minuten nahm die Partie an Fahrt auf, als zunächst Lasse Uusivirta und dann Manuel Öhler für Gefahr sorgten. Auf der Gegenseite prüften Michele Marchetti und Daniel Mantenuto Treibenreif.

Spinell profitiert von Schiri
Als Andreas Lutz wegen eines Kniechecks für vier Minuten auf die Strafbank verbannt wurde, bot sich Asiago die Chance, dem siebten Italienmeistertitel der Vereinsgeschichte etwas näher zu rücken. Stattdessen wurde Alex Gellert im neutralen Drittel von einem Linienrichter behindert, sodass Spinell dem Verteidiger die Scheibe abluchsen konnte und im Alleingang Gianluca Vallini auf sehenswerte Art und Weise überwand (16.). Mit dem 1:0 ging es in die erste Drittelpause.

Hannes Treibenreif brachte Asiago an den Rand der Verzweiflung. © Max Pattis


Aufgrund des dezimierten Personals konnten MacGregor Sharp & Co. unweigerlich nicht mit dem hohen Tempo des Gegners mithalten. Längere Druckphasen in der eigenen Zone waren die Folge. Dass die Buam wissen, wie sie mit solchen Situationen umgehen müssen, wurde an diesem Tag einmal mehr deutlich. Abgesehen von ungefährlichen Schüssen aus weiter Entfernung, bei denen Treibenreif meistens freie Sicht hatte, sprang für Asiago nichts heraus. Nur einmal wackelte die Führung der Südtiroler. Nämlich dann, als Gellert in Unterzahl einfach abzog und den Pfosten traf. Obwohl der von Spinell in Szene gesetzte Simon Kostner bei einer auf 2-auf-1 Situation das 2:0 auf dem Schläger hatte, blieb der Zwischenstand nach 40 Minuten unverändert.
Immer wieder Spinell
Überhaupt hatten letztgenannte Akteure bei jeder brenzligen Aktion ihre Kelle im Spiel. Sie sorgten für die eminent wichtigen Entlastungsangriffe, dank denen sich die Buam aus der Umklammerung der Stellati lösen konnten. Wobei: Die Rittner gestalteten das Schlussdrittel ausgeglichen und gerieten nie in Gefahr, den Vorsprung aus der Hand zu geben. Fast nie, denn ein haarsträubender Fehler von Uusivirta gewährte Marco Rosa einen Alleingang, den der überragende Treibenreif vor den Augen von Nationalcoach Greg Ireland entschärfte. Quasi im Gegenzug legte Spinell im Powerplay mit einem Nachschuss den Deckel drauf. Nun setzte Asiago-Coach Petri Mattila alles auf eine Karte und nahm Vallini vom Eis. Das 3:0 durch Julian Kostner ins leere Tor war die Quittung.

Durch den grandiosen Sieg haben die Buam das dritte Spiel erzwungen, das am Samstagabend in Asiago über die Bühne geht. Spielbeginn ist um 20.30 Uhr.
Italienmeisterschaft:
Rittner Buam – Asiago 3:0
Tore: 1:0 Spinell (15.57), 2:0 Spinell (57.20), 3:0 Julian Kostner (57.55)

Autor: leo

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210