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Jaroslav Hübl zog Thomas Raffl & Co. den Zahn (GEPA)

Die Foxes packen die Bullen bei den Hörnern

Der HCB Südtirol hat am Donnerstagabend das vorgezogene EBEL-Meisterschaftsspiel der 17. Runde gegen den EC Red Bull Salzburg 4:2 gewonnen. Die Talferstädter zeigten nach der Länderspielpause eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Den Sieg stellte der ehemalige Salzburg-Spieler Mark Cullen in der Schlussphase sicher.

Salzburg reiste mit zuletzt vier Liga-Siegen im Gepäck in die Talferstadt, hatte aber am Dienstag das bittere Aus in der CHL zu verdauen. Bozen wollte nach zwei Niederlagen in Serie auf die Siegerstraße zurückkehren. Dementsprechend motiviert gingen beide Teams vom ersten Puckeinwurf vor 2480 Zuschauern (Vereinsangabe, Anm. d. Red.) zur Sache.

Nach 21 Sekunden ergab sich die erste gute Chance für Ziga Pance, doch Salzburgs Goalie war auf dem Posten. Auf der Gegenseite probierte es Komarek, doch Hübl hatte etwas dagegen. Dann die kalte Dusche: Nach 1.10 Minuten kam Komarek an der Blauen Linie zum Abschluss und netzte für die Gäste ein.

Bozen aber weiter im Vorwärtsgang. In der dritten Minute probierte es Egger aus der Distanz, doch Niko Hovinen hatte alles im Griff. 120 Sekunden später zeichnete sich Hübl bei einer Chance für Trattnig aus. Auf der Gegenseite scheiterte Lee mit einer guten Möglichkeit an Hovinen (5.). Nach 7.09 Minuten jubelte schließlich auch der HCB Südtirol, denn nach einem Getümmel drückte De Simone Gegner und Puck über die Linie. Die Hausherren agierten zu diesem Zeitpunkt mit einem Mann mehr, denn Hughes saß in der Kühlbox.

Beim Treffer der Bozner verletzte sich Hovinen, der ab diesem Zeitpunkt durch Bernd Brückler im Kasten der Bullen ersetzt wurde. Danach hatten beide Mannschaften einige Möglichkeiten, doch Tore fielen keine. Bis zur 18. Minute: Schofield umkurvte Brücklers Gehäuse, bediente den völlig freistehenden Keller im Slot, der keine Mühe hatte, den Puck über die Linie zu drücken. 2:1 für die Weiß-Roten nach 17.20 Minuten. In der vorletzten Spielminute des Startdrittels hatte Raffl schließlich den Ausgleich auf dem Schläger, traf jedoch nicht ins leere Tor. Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen.


Raffl gleicht aus

Nach der ersten Pause hatte Phil De Simone in der 23. Minute das 3:1 auf dem Schläger, doch Brückler konnte den Puck mit den Beinschonern abwehren. Hübl konnte sich bei einem Schuss von der Blauen Linie von Mühlstein auszeichnen (25.), ehe Gander und Zisser wunderbar kombinierten, doch Zissers Abschluss von Brückler entschärft wurde (26.). Danach fischte Salzburgs Schlussmann auch noch einen Schuss Nesbitts aus kurzer Distanz mit der Fanghand aus dem Kreuzeck. Beide Teams investierten in der Anfangsphase des Mitteldrittels viel, doch Zählbares kam nichts heraus.

Nach 27.32 Minuten musste Keller in die Kühlbox. Doch die Foxes überstanden diese Unterzahlsituation schadlos. Im Gegenteil: Beinahe hätte Toni Bernard nach einem Gegenstoß das 3:1 erzielt. Ende des zweiten Drittels musste Marco Insam auf die Strafbank. Als die Überzahlsituation auslief, netzten die Gäste ein. Raffl lenkte einen Schuss Trattnigs unhaltbar für Hübl ab (38.20). Beinahe wäre Bozen aber wieder in Führung gegangen, wenn Insam nach einem Gegenstoß nicht an Brückler hängengeblieben wäre.


Der Ex-Salzburger Cullen besorgt den Siegtreffer

Das Schlussdrittel begann mit einer Überzahlsituation für die Gäste (Galvins saß in der Kühlbox), doch die Foxes überstanden sie schadlos. Salzburg schoss aus allen Lagen, konnte Hübl jedoch nicht überwinden. Wenn Bozen ins Angriffsdrittel der Mozartstädter vordrang, dann wurde es richtig gefährlich. So trafen die Hausherren in der 48. Minute die Querlatte. Wenig später feierten die Weiß-Roten aber doch, als Cullen das 3:2 gegen seinen Ex-Klub erzielte. Nach schöner Vorarbeit von Nesbitt konnte Bozens Nummer 11 den Puck über Brückler in die Maschen schlenzen.

Acht Minuten vor dem Ende entschärfte Hübl einen Raffl-Schuss im Nachfassen. Danach verteidigten die Foxes ihren knappen Vorsprung geschickt. Und wenn die Defensive von Raffl & Co. überwunden wurde, dann stand da immer noch Jaroslav Hübl wie ein Fels in der Brandung. In der Schlussminute nahm Salzburg auch Goalie Brückler vom Eis, doch das Risiko der Mozartstädter wurde nicht belohnt. Im Gegenteil: Cullen erzielte zwei Sekunden vor Schluss das 4:2 ins leere Tor der Gäste.

Damit war den Foxes die Revanche für die Niederlage im Auftaktspiel der Saison gelungen. Die Weiß-Roten holten zwei wichtige Zähler im Kampf um den direkten Playoff-Einzug.


HCB Südtirol - EC Red Bull Salzburg 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)

HCB Südtirol: Hübl (Cortese): Egger-Rodney, Galvins-Oberdörfer, Lee-McMonagle, Crowley; Pance-Cullen-Nesbitt, Keller-Schofield-Insam, De Simone-Bernard-Zanette, Gander-Zisser-Frank.
Coach Mario Simioni

Red Bull Salzburg: Hovinen (ab 07.09 Brückler); Trattnig-Heinrich, Milam-Pock, Kutlak-Pallestrang, Muhlstein-Brucker; Walter-Sterling-Hughes, Komarek-Latusa-Raffl, Meckler-Beach-Kristler, Duncan-Cijan-Welser
Coach: Dean Ratushny

Tore: 0:1 Konstantin Komarek (1.10), 1:1 Phil De Simone (7.09), 2:1 Justin Keller (17.20), 2:2 Thomas Raffl (38.20), 3:2 Mark Cullen (48.51), 4:2 Mark Cullen (59.58)


Die restlichen Partien der 17. Runde (Freitag, 14. November 2014)

Klagenfurter AC - HC Innsbruck (19.15)
Olimpija Laibach - Dornbirner EC (19.15)
Black Wings Linz - Graz 99ers (19.15)
Villacher SV - Fehervar AV 19 (19.15)
Vienna Capitals - HC Znojmo (19.15)


Die Tabelle:

1. Vienna Capitals 28 Punkte/17 Spiele
2. Red Bull Salzburg 25/17
3. Graz 99ers 22/16
4. Black Wings Linz 20/5
5. SAPA Fehervar 20/16
6. Orli Znojmo 18/16
7. HCB Südtirol 17/17
8. Villacher SV 15/17
9. Klagenfurter AC 14/15
10. Innsbrucker Haie 13/17
11. Dornbirner EC 9/17
12. Olimpjia Laibach 6/16

Autor: sportnews