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Diego Kostner nahm sich Zeit für ein Gespräch mit den SportNews-Redakteuren Diego Kostner im Trikot des HC Lugano

Diego Kostner: Ein Schweizer Uhrwerk in WM-Stimmung

Im italienischen WM-Kader, der am Freitagnachmittag in Budapest eingetroffen ist, steht auch Diego Kostner. Der 20-jährige vom HC Lugano ist bereits ein großer Hoffnungsträger, wenngleich er noch weitgehend als unbeschriebenes Blatt gilt. „Das vergangene Jahr habe ich mich sehr weiterentwickelt, jetzt will ich mich im Nationaltrikot beweisen”, so Kostner.

In den beiden Testspielen gegen Österreich überzeugte Diego Kostner auf ganzer Linie. Er konnte nicht nur bei den Zuschauern in Neumarkt, sondern insbesondere beim Trainer und seinen Mitspielern punkten. Körperliche Robustheit, Spielübersicht und sein kraftvoller Antritt haben den Grödner Stürmer zu den großen Leistungsträgern im „Blue Team” reifen lassen. „Für mich ist es eine große Ehre, das azurblaue Trikot überzustreifen. Dieses Team kann wirklich Großes leisten, wir müssen nur hochkonzentriert zu Werke gehen und das Ziel, den Aufstieg in die Gruppe A, nicht außer Augen lassen.“


Im Aufwärtstrend

Diego Kostner ist zwar erst 20 Jahre alt, doch an Erfahrung mangelt es dem jungen Ladiner wahrlich nicht. Wie ein Schweizer Uhrwerk hat er sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. „In Lugano habe ich meine Beweglichkeit und Spielübersicht verbessert. Jetzt kann ich einzelne Situationen auf dem Eis früher und besser lesen.“ Nicht zuletzt deshalb setzt man im Tessin große Stücke auf den Südtiroler. In 57 Meisterschaftsspielen in der höchsten Liga der Schweiz sammelte er 6 Tore und 8 Vorlagen. „Das Niveau ist ungemein hoch, das bringt dich auch als Spieler enorm weiter. Mit Brett McLean als Center an meiner Seite konnte ich mich bestens entwickelt. Überhaupt möchte ich im Augenblick mit niemandem auf der Welt tauschen. Das Resega (die Heimspielstätte Luganos, Anm.d.Red.) und unsere Fans sind echt der Hammer. Hier macht das Eishockeyspielen unheimlichen Spaß.“


Urlaub fällt ins Wasser

Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft muss Kostner auf einen großen Teil seiner ohnehin bereits knapp bemessenen Urlaubszeit verzichten. Vom HC Lugano wurde ihm nach dem Ende Playoffs ein Monat Pause gewährt, ehe bereits die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt. „Den fehlenden Urlaub nehme ich gerne in Kauf, zumal es mir hier wirklich großen Spaß macht. Zudem will ich noch die Zeit auf dem Eis genießen, denn nach der WM steht bis Anfang August ausschließlich Trockentraining am Programm“, erklärt Kostner.

Nun richtet sich sein Fokus voll und ganz auf die Titelkämpfe in Budapest. Noch ist aber nicht klar, in welcher Angriffslinie er zum Einsatz kommen wird. Beim letzten Test gegen Österreich spielte Kostner im vierten Block, allerdings harmonierte er in Vergangenheit am besten an der Seite von Nicola Fontanive. „Für mich ist es zweitranging, in welcher Linie ich eingesetzt werde. Wichtig ist nur, dass ich es schaffe, an meine Leistungsgrenze zu gehen und am Ende mit der Mannschaft die gesteckten Ziele erreiche.“ Damit spielt Kostner den Aufstieg in die Weltgruppe an. Nachdem ihm in Lugano der Durchbruch geglückt ist und sein Vertrag sogar bis 2016 verlängert wurde, will Kostner jetzt auch im Trikot der italienischen Nationalmannschaft für Furore sorgen.


Autor: sportnews

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