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Kleiner Lichtblick: Chris DeSousa erzielte drei der letzten vier HCB-Tore. - Foto: Antonello

Diese Zahlen haben HCB-Coach Curcio den Posten gekostet

Seit Dienstag Mittag ist es offiziell: Der krisengeschüttelte HCB Südtirol trennt sich von seinem Trainer Pat Curcio und wird schon ab dem Mittwoch-Training vom Finnen Kai Suikkanen gecoacht. Ein Blick auf die Spielergebnisse und auf die Statistiken zeigt, warum die HCB-Vereinsführung die Reißleine ziehen und Curcio beurlauben musste.

Das jüngste 0:3 beim Klagenfurter AC war für die Bozner das 23. EBEL-Spiel der Saison, was bedeutet, dass knapp mehr als die Hälfte der 44 Grunddurchgang-Partien absolviert worden sind. Noch nie seit seiner Teilnahme an der EBEL war die Ausbeute des HCB Südtirol zu diesem Zeitpunkt so mager wie heuer: Die Weißroten sind Tabellenletzte mit bereits sieben Punkten Rückstand auf den Drittletzten sowie stattlichen elf Punkten Rückstand auf den fürs Playoff wichtigen 6. Rang.


16 von 23 Partien verloren

Von den bisherigen 23 Partien hat der HCB nicht weniger als 16 verloren, eines davon in der Overtime und zwei im Penaltyschießen. Von den 13 Niederlagen in der regulären Spielzeit waren deren sechs mit nur einem Tor Differenz. Nur sieben der bisherigen 23 Partien hat das Team von (Ex-)Coach Curcio gewonnen, eines davon in der Verlängerung.


Nur 7 Punkte aus 12 Auswärtsspielen

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der HCB aus den zwölf bisherigen Auswärtsspielen nur gerade mal sieben Punkte mit nach Hause gebracht hat, dank einem Sieg in der regulären Spielzeit (2:1 in Salzburg), einem in der Verlängerung (4:3 bei Znojmo) sowie zwei Niederlagen im Penaltyschießen (7:8 in Graz und 4:5 in Villach). Die restlichen acht Auswärtspartien gingen allesamt verloren (in der regulären Spielzeit).

Zuhause ist die Bilanz um Einiges besser, allerdings gab es bei fünf Siegen ebensoviele Niederlagen innerhalb der regulären 60 Spielminuten und zusätzlich eine Niederlage in der Nachspielzeit.


Zuletzt nur 9 Tore in 7 Partien erzielt

Von den sieben Matches im September gewann der HC Bozen deren zwei, im Oktober vier von neun sowie im „schwarzen November“ nur eines von sieben. Wie düster die Lage in den letzten Wochen geworden ist, belegt auch die Tatsache, dass die HCB-Cracks in den letzten sieben Partien nur äußerst bescheidene neun Tore erzielt haben.


Trio Smith/Halmo/Petan hat stark abgebaut

Letzteres spiegelt sich auch in der Scorerwertung wider. Bis vor kurzem lag das Bozner Trio A. Smith, Halmo und Petan in den vorderster Rängen und matchte sich mit drei Innsbrucker Legionären um die Führung. Mittlerweile sind die beiden besten Bozner, Petan und Smith, auf den 10. und Halmo auf den 19. Rang zurückgefallen. Keiner der drei hat im letzten Monat Tore beisteuern können. Torerfolge der Drei liegen nämlich 10 bzw. 12 Runden zurück. Sicher war auch Pech dabei, denn Assist-Spezialist Smith fehlt seit 8 Spielen, aber das allein erklärt nicht die Torflaute der anderen.

Vielleicht findet ja der neue Coach Suikkanen einen Weg zu mehr Toren und Punkten.


SN/ds

Autor: sportnews