
Die Eisbären Berlin hatten Grund zum Jubeln. © Alle Fotos: Max Pattis
Dolomitencup: Eine Berliner Tor-Party im kleinen Finale
Der Finaltag des Dolomitencups in Neumarkt wurde am Sonntagnachmittag mit dem Spiel um Platz 3 eröffnet. Das kleine Finale mutierte dabei zur großen Tor-Party der Eisbären Berlin, die sich dank des 7:0-Sieges über die Augsburger Panther die Bronzemedaille sicherten. Um 20 Uhr steigt das große Endspiel.
23. August 2026
Von: pm
Ja, auch das ist der Dolomitencup. In der schmucken Würtharena von Neumarkt/Südtirol war am Sonntagnachmittag noch keine einzige Sekunde gespielt, da breitete sich auf den Rängen schon ein kollektives Gänsehautgefühl aus. Kaum verwunderlich, bei diesen Fans! Die 200 Anhänger der Eisbären Berlin und die 400 Unterstützer der Augsburger Panther übertrafen sich mit ihren stimmungsvollen Einlagen gegenseitig und verwandelten das erneut ausverkaufte Stadion einmal mehr in einen Hexenkessel.
Dass in den darauffolgenden zwei Stunden vor allem bei den Eisbären-Fans das eine oder andere Stimmband an die Belastungsgrenze getrieben wurde, daran waren einzig und allein die Berliner Cracks auf dem Eis schuld. Angetrieben vom fantastischen Goalie Jonas Neffin sowie den Doppeltorschützen Liam Kirk und Leo Pföderl entschied der DEL-Rekordmeister das deutsche „Derby“ gegen die Panther mit 7:0 für sich. Bronze geht also nach Berlin, während sich Dolomitencup-Rekordsieger Augsburg mit dem vierten und letzten Platz begnügen muss.
Die Berliner 100-Prozent-Männer
Im ersten Drittel sahen die 978 Fans in der Würtharena einen packenden Schlagabtausch, in dem die Augsburger eigentlich gut im Spiel waren. Doch die Panther wurden vom Zynismus der Berliner eiskalt erwischt. Drei gute Chancen, drei Tore – was die Berliner zelebrierten, war Effizienz pur. Liam Kirk, in der vergangenen Meistersaison der Berliner Topscorer, eröffnete im Powerplay aus dem Slot heraus den Torreigen (11.), Ty Ronning traf kurz darauf mit einem platzierten Schuss aus dem Hinterhalt (16.) und dann münzte Leo Pföderl auch das zweite Powerplay seiner Eisbären in einen Treffer um (17.).Überhaupt waren die Special Teams der Berliner an diesem Nachmittag beeindruckend: Im zweiten Abschnitt machte Kirk aus dem dritten Powerplay das dritte Tor (39.), die Berliner Quote lag also bei 100 Prozent – genauso wie im Penalty Killing (3/3). Im Schlussdrittel schraubten die Eisbären das Ergebnis weiter in die Höhe: Tobias Krestan nach einer Tiki-Taka-Kombination vor dem Augsburger Tor (46.), Eric Hördler im Getümmel (52.) und Pföderl per Rebound (55.) sorgten für den 7:0-Kantersieg.
Jetzt wartet das große Finale
Der erste Part des Finaltages ist also zu Ende, nun steht das mit Spannung erwartete Grande Finale an. Ab 20 Uhr werden zwei absolute Schwergewichte um den Dolomitencup ringen: Der Schweizer Top-Klub EV Zug um Star-Goalie Leonardo Genoni trifft dabei auf Kometa Brno, eine der größten Nummern im tschechischen Eishockey.Eisbären Berlin – Augsburger Panther 7:0
Eisbären Berlin: Neffin (Lafontaine); Smith-Reinke, Müller-Wissmann, Mik-Has, Kretzschmar; Hördler-Eder-Pföderl, Kirk-Fontaine-Ronning, Veilleux-Vikingstad-Krestan, Saffran-Wiederer-GrivaCoach: Eric Dubois
Augsburger Panther: Peyton (Ancicka); Hoefenmayer-Wood, Mayhew-McCrea, Glötzl-Pilu, Pellizzari-Hanke; Toporowski-Lambert-Busdeker, Blank-Wohlgemuth-Wright, Krauß-Henriquez Morales-Parkes, Zwickl-Scheel-Elias
Coach: Bill Peters
Tore: 1:0 Liam Kirk (10.48), 2:0 Ty Ronning (15.49), 3:0 Leo Pföderl (16.33), 4:0 Liam Kirk (38.13), 5:0 Tobias Krestan (45.25), 6:0 Eric Hördler (51.00), 7:0 Leo Pföderl (54.42)
MVP: Leo Pföderl (Berlin), Moritz Elias (Augsburg)
Schiedsrichter: Benvengnù, Moschen
Zuschauer: 978 (ausverkauft)
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