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Andrei Deniskin wurde für diese Geste aus dem Verkehr gezogen. © Screenshot

Eine Geste entsetzt die Eishockey-Szene

Andrei Deniskin kannten vor dieser Woche nur eingefleischte Fans. Nach einer Geste, die die ganze Eishockey-Szene erschüttert, hat der Ukrainer nun aber ungewollt weltweite Berühmtheit erlangt.

Es läuft das zweite Drittel zwischen dem HC Kremenchuk und dem HC Donbass in der höchsten ukrainischen Spielklasse. HCK-Stürmer Andrei Deniskin beleidigt den dunkelhäutigen Jalen Smereck, ein US-amerikanischer Verteidiger beim ukrainischen Dauermeister Donbass, zunächst verbal, ehe er so tut, als würde er eine Banane schälen und essen. Smereck ist außer sich. Deniskin, ein Nationalspieler, der in der letzten Saison den zweiten Platz in der Scorerliste der UHL belegte, wird mit einer Disziplinarstrafe vom Spiel verbannt – und in der Folge für 13 Spiele gesperrt.


Allerdings verringert sich diese auf drei Partien, sollte Kremenchuk 50 000 ukrainische Hrywnja, umgerechnet 1621 Euro, bezahlen. Ein Urteil, das in der Ukraine und weit darüber hinaus mit Fassungslosigkeit aufgenommen wird. „1870 Dollar für Rassismus? Wir fordern eine Überprüfung der Entscheidung!“, schreibt Donbass in den sozialen Medien. Auch Smereck selbst, der seine erste Saison in Europa spielt, zeigte sich geschockt und entschied nun, kein weiteres Spiel für den ukrainischen Club zu bestreiten, ehe Deniskin „von der Liga verbannt wird“.

Weitere Konsequenzen drohen
Mittlerweile hat sich auch der internationale Eishockey-Verband IIHF eingeschaltet und betont, dass man „dafür sorgen wird, dass alle erforderlichen Untersuchungen von Verstößen gegen die Berufsethik durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass dieses Verhalten angemessen geahndet wird“. Bedeutet, dass Deniskin auch mit einer Sperre für Spiele der Nationalmannschaft rechnen muss. Der 23-Jährige hat sich mittlerweile in den sozialen Medien entschuldigt. „Ich respektiere alle Menschen, unabhängig von ihrer Rasse oder Nationalität“, sagt er.

Laut Smereck sei es wegen eines Fights zwischen Deniskin und einem Mannschaftskollegen so weit gekommen. „Er hat vier oder fünf Schläge ausgeteilt, während er (Smerecks Teamkollege, Anm. d. Red.) am Boden lag. Ich habe versucht, einzugreifen“, erzählt Smereck gegenüber ESPN: „Ich habe ihm gesagt, dass er gegen mich kämpfen soll. Und dann hat er damit geantwortet.“
Große Unterstützung
Nach dem Vorfall habe der US-Amerikaner großen Zuspruch erhalten, u.a. von Arizona-Coyotes-Star Clayton Keller, der gut mit Smereck befreundet ist. „Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich das Video sah. Einfach schrecklich. Im Eishockey gibt es keinen Platz für Rassismus“, meint der NHL-Stürmer

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