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Tommaso Teofoli (Mitte) mit FISG-Präsident Gios und Vizepräsident Zublasing

Elite.A: Fünf Ausländer und neue Regeln für die „Italos“

Der Ausschuss des italienischen Eissportverbandes FISG hat vor kurzem die Durchführungsbestimmungen für die Saison 2014/15 festgelegt. Demnach wurde bestätigt, was durch den Raum schwirrte: Gespielt wird mit fünf Ausländern. Die „Italos“, die über eine doppelte Staatsbürgerschaft verfügen, zählen als Einheimische, wenn sie für die italienische Nationalmannschaft spielberechtigt sind und im Besitz der unbegrenzten Transferkarte sind.

Nun steht es Schwarz auf Weiß. Die Normen, die die Anzahl der Ausländer, bzw. der naturalisierten ausländischen Eishockeyspieler in der Saison 2014/15 (aber auch darüber hinaus) in der höchsten italienischen Meisterschaft regeln, wurden vor kurzem definitiv festgelegt und in schriftlicher Form zu Papier gebracht. Die LIHG hat dies am Samstag im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Im Schreiben heißt es, dass man die Anzahl der ausländischen Spieler drastisch reduzieren und auf die jungen italienischen Spieler bauen wolle. „Gespielt wird in der kommenden Saison mit fünf ausländischen Spielern. Das ist nicht neu, denn darüber wurde jüngst sehr viel spekuliert. Wir wollten in der Pressemitteilung die Anzahl der ausländischen Spieler nicht herausstreichen, denn für uns ist es mehr eine Grundsatzfrage: Unser einziges Ziel ist es, dass die jungen italienischen Spieler mehr Einsatzzeit bekommen“, sagte Tommaso Teofoli, der Verantwortliche für Eishockey im italienischen Eissportverband FISG, auf Anfrage von SportNews .

Auch die zweite Neuerung betreffe den Schutz der einheimischen Spieler. Alle Doppelstaatsbürger werden als Italiener gewertet, wenn sie für die Nationalmannschaft spielberechtigt sind und gleichzeitig im Besitz der unbegrenzten Transferkarte sind. „Wir wollen, dass alle Spieler geschützt sind, und die gleichen Rechte und Pflichten haben. So wie es bis heute geregelt war, gab es für die einheimischen Spieler im Vergleich mit einem für die Nationalmannschaft spielberechtigten Doppelstaatsbürger einen Nachteil. Denn Ersterer war bis zu einem gewissen Alter an seinen Stammverein gebunden, während Letzterer nach nur einer Spielzeit wieder wechseln konnte. Mit der Voraussetzung, dass die Doppelstaatsbürger im Besitz der unbegrenzten Transferkarte sein müssen, werden nun alle gleichgestellt. Wer zwar über einen italienischen Pass verfügt, sportlich aber nicht spielberechtigt ist, der wird als Ausländer gewertet“, so Teofoli weiter.

Und welche Reaktion erwarte sich Teofoli von den Klubs? „Wer in den vergangenen Jahren sehr viel in die Jugendarbeit investiert hat, der wird zufrieden sein. Wer hingegen nicht so viel für die Tätigkeit mit jungen Spielern getan hat, der wird sich nun schwertun. Wer künftig in junge Italos investiert, der kann aber ebenfalls einen Vorteil daraus ziehen. Eine heutige Investition kann sich morgen mit dem Verkauf des Spielers wieder rechnen. Nun sind die Vereine gefordert, unsere Entscheidungen anzunehmen und einen Mentalitätswechsel im italienischen Eishockey einzuleiten“, so der Eishockeyverantwortliche im italienischen Eissportverband (FISG) abschließend.

Autor: sportnews

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