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Tom Pokel kehrt nach einem Jahr nach Bozen zurück

HC Bozen geht in die dritte EBEL-Saison – Mit Coach Tom Pokel

„Ich habe mein Wort gegeben und das halte ich: der HCB Südtirol bestreitet ab 11. September seine dritte Saison in der EBEL.“ HCB-Südtirol-Chef Dieter Knoll hat am späten Sonntagnachmittag die letzten Hindernisse und Vorbehalte beiseite geräumt: „Ich bin fast am Ende meiner Kräfte, aber die vielen Treffen, Gespräche und Verhandlungen der letzten Wochen haben sich gelohnt: wir werden Südtirol und das italienische Eishockey in der EBEL sehr gut vertreten.“ Die Zusagen von Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Stadt Bozen, das Engagement des HCB Südtirol in der mitteleuropäischen Eishockey-Liga zu unterstützen sowie das Sponsoring der Brauerei Forst waren für die definitive Zusage ausschlaggebend.

Der Mann, der Bozen als Chefcoach in die dritte EBEL-Saison führen wird, ist jener Mann, der Bozen 2014 sensationell zum EBEL-Titel geführt hat: Tom Pokel. Der 47-jährige US-Amerikaner wird bereits morgen in seiner neuen, alten Funktion als HCB-Südtirol-Headcoach beim EBEL-Media-Day in Salzburg sein, begleitet von den beiden HCB-Cracks Anton Bernard und Marco Insam. Dieter Knoll: „Alle Eishockeyfans dürfen sich auf eine spannende Saison freuen. Wir bestreiten unser erstes Heimspiel in der Eiswelle am 13. September - und bis dorthin wird es noch viele positive Nachrichten geben.“


2001 in der DEL mit Schwenningen

Pokel, der im Jahr 1967 in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin (USA) geboren wurde, begann seine Trainerkarriere 1995, als er in der zweiten deutschen Liga bei Timmendorfer Strand anheuerte. Danach ging es zu den Bietigheim Steelers, mit denen er den Aufstieg von der dritten in die zweite Liga schaffte. 2001 dann der Sprung in die DEL zu den Schwenninger Wild Wings, wo er zunächst Assistenz-Trainer war und nach einem Jahr zum Chefcoach beordert wurde.

In der Saison 2003/04 saß Pokel bei Ingolstadt auf der Trainerbank – immer in der höchsten deutschen Liga - bevor er nach Meisterschaftsende nach Österreich ging, wo er fünf Jahre bleiben sollte. Der US-Amerikaner arbeitete hier in der ersten und zweiten Liga und war in der Saison 2007/08 auch Chefcoach der österreichischen U18-Nationalmannschaft.


2009: Pokels Wechsel nach Italien

2009 ging es für Pokel dann über die Grenze in die italienische Liga. Mit Pontebba schaffte es der Trainer drei Mal in die Playoffs. Zwei Mal scheiterte er im Viertelfinale am HC Bozen (4:3 in der Saison 2009/10 und 4:0 in der Saison 2010/11), während in der Saison 2011/12 bei Alleghe (4:2) Endstation war.

Bei Alleghe stand Pokel in der Saison 2012/13 unter Vertrag. Mit seinem ehemaligen Arbeitgeber schaffte er den Einzug ins Italienpokalfinale, das er gegen Valpellice verlor. Gegen den Klub aus dem Piemont war außerdem im Viertelfinale der Meisterschaft Endstation. Hier zog Alleghe nach Spiel sechs den Kürzeren.


2014: Sensationell EBEL-Meister mit Bozen

Im Juli 2013 unterschrieb Pokel beim italienischen Rekordmeister Bozen und führte dann die Weiß-Roten sensationell zum EBEL-Titel. Auch als italienischer Nationaltrainer war Pokel in dieser Zeit erfolgreich und deshalb unterbreiteten ihm im Vorjahr die Vienna Capitals ein lukratives Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Pokel wurde aber Ende Februar in Wien entlassen und kehrt jetzt wieder nach Bozen zurück.

Autor: sportnews

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