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Thomas Di Pauli hat seine Karriere beendet.

Plötzliches Karriereende! Schock um Thomas Di Pauli

Er ist Südtirols einziger Eishockeyspieler, der es in die NHL schaffte. Nun hat Thomas Di Pauli völlig überraschend seine Karriere im Alter von 27 Jahren beendet.

Noch vor wenigen Tagen hatte Thomas Di Pauli im Gespräch mit s+ bekräftigt, wie sehr er sich auf sein erstes Abenteuer in Europa beim DEL-Klub Krefeld freue. „Ich habe den europäischen Lebensstil vermisst“, sagte der 27-Jährige, der in Kaltern aufgewachsen und im Jugendalter in die USA gezogen ist – und somit dorthin, wo er es mit Pittsburgh auf zwei NHL-Einsätze brachte. In den letzten Stunden kamen aber schlimme Gerüchte um Di Pauli auf: Das Tagblatt Dolomiten berichtete schon am Donnerstagmorgen, dass der Kalterer vor dem Karriereende steht. Am Nachmittag bestätigte Krefeld dann: „Thomas Di Pauli muss seine Karriere beenden und begibt sich in medizinische Behandlung.“


Was genau hinter dem Karriereende steckt, ist noch unklar. „Wie durchsickerte, soll beim 27-Jährigen bei einer Untersuchung eine schwere Unterkörperverletzung festgestellt worden sein“, schrieb das Tagblatt Dolomiten. Sergey Saveljevs, Geschäftsführer von Krefeld, gibt sich bestürzt: „Wir sind geschockt über die Nachricht, die uns Thomas übermittelt hat. Dies ist ein Moment, in dem das Sportliche in den Hintergrund tritt und uns bleibt nichts Weiteres als ihm einen guten Genesungsverlauf zu wünschen und die Daumen zu drücken, dass er unserem Sport doch irgendwie erhalten bleibt.“

Di Pauli absolvierte zwei NHL-Spiele.


Di Pauli selbst wird im Social-Media-Posting von Krefeld wie folgt zitiert: „Ich habe mich in den letzten Monaten, nach meiner Zwangspause im vergangenen Jahr, gewissenhaft auf mein Comeback auf dem Eis vorbereitet und wahnsinnig gefreut in Krefeld zu spielen. Leider muss ich nun auf die Ärzte, die mir in den letzten Wochen so geholfen haben, und auf meinen Körper hören und meine Karriere beenden. Hockey hat mir so viel im Leben gegeben und diese Erinnerung halte ich sehr nahe am Herzen.“
Von Kaltern in die NHL
Der Stürmer, Sohn eines Kalterers und einer US-Amerikanerin, hat das Eishockeyspielen in Kaltern und in Bozen erlernt. Im Jugendalter zog es ihn mit seiner Familie in die USA, wo er 2012 an 100. Stelle von NHL-Verein Washington Capitals gedraftet wurde. Über das Universitätsteam von Notre Dame arbeitete er sich in die American Hockey League zu Wilkes-Barre/Scranton Penguins, dem Farmteam von NHL-Klub Pittsburgh. Obwohl Di Pauli immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, konnte er sich Anfang Jänner 2020 seinen Traum erfüllen: Mit Pittsburgh bestritt er zwei Spiele in der besten Liga der Welt – das war vorher noch keinem Südtiroler gelungen. Nun geht seine Eishockey-Reise im Alter von nur 27 Jahren zu Ende.

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