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Anna Caumo (Nr. 8) & Co. treffen am Samstag auf Schweden. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

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Anna Caumo (Nr. 8) & Co. treffen am Samstag auf Schweden. © APA/afp / JULIEN DE ROSA

Azzurre sind erneut Außenseiterinnen

Der Start ins olympische Eishockey-Turnier der Frauen hat am Donnerstag Lust auf mehr gemacht. Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Frankreich bekommt es Gastgeber Italien am Samstag um 14.40 Uhr in der „Santagiulia Ice Hockey Arena“ mit Schweden zu tun.

Die Skandinavierinnen, die in der Gruppe B als heißeste Anwärterinnen auf Platz eins gelten, starteten ebenfalls mit einem 4:1-Sieg (gegen Deutschland) ins Turnier.


Für die „Azzurre“ geht es in Mailand Schlag auf Schlag. 48 Stunden nach dem Auftaktmatch wartet bereits die nächste Partie auf die Truppe von Nationaltrainer Eric Bouchard, der gestern in der kleineren „Milano Rho Ice Hockey Arena“ eine 45-minütige Trainingseinheit, die von hoher Intensität geprägt war, geleitet hat. Der 34-jährige Kanadier hat seinen Mädchen alle wichtigen Details über den heutigen Gegner erklärt und Anweisungen für das Spiel gegeben.

Bouchard blickte aber noch einmal auf den historischen Sieg – dem ersten in der Olympiageschichte von Italiens Frauen – gegen Frankreich zurück: „Unser Ansatz war es, unser eigenes Eishockey zu spielen – unser Eishockey. Die Mädchen mussten alles präzise und schnell machen, und das haben sie auch getan. Abgesehen von den ersten zwei Minuten, aber mit der Zeit sind sie sehr gewachsen. Am Samstag haben wir einen stärkeren Gegner, aber das ist eine Herausforderung, die uns gefällt. Wir wollen allen zeigen, dass sie an uns glauben müssen.“

Schweden liegt in der Weltrangliste mit 3.730 Punkten auf Platz sechs und damit elf Ränge oder 685 Zähler vor Italien. Nicht nur deshalb sind Nadia Mattivi und Co. erneut Außenseiterinnen, verstecken werden sie sich aber nicht. „Wir müssen uns nicht an den Gegner anpassen, sondern daran festhalten, woran wir bisher gearbeitet haben. Ich erwarte, dass die Skandinavierinnen stark starten werden. Deshalb müssen wir von Anfang an konzentriert sein und auf verlorene Scheiben und das Puckmanagement achten. Wenn wir schnell agieren, können wir die Schwedinnen überraschen.“

Caumo: „Müssen unseren Gameplan einhalten“

Anna Caumo kam gegen Frankreich in der zweiten Sturmlinie zum Einsatz, rackerte unermüdlich und bereitete das vierte Tor durch Kristin Della Rovere vor. Für die 23-Jährige aus Bruneck, deren Vater Mike als Zeugwart bei den „Azzurre“ fungiert, gilt gegen Schweden: „Wir müssen unseren Gameplan einhalten, egal wie das Spiel verläuft. Wir wissen, dass sie ein sehr starker Gegner sind, aber an diesem Punkt müssen wir den Anweisungen unseres Trainerstabs folgen. Wahrscheinlich wird der Publikumsandrang noch größer sein. Lassen wir uns davon mitreißen und schauen wir, was passieren wird.“ Heute werden auch Caumos Mutter und Bruder auf der Tribüne die Daumen drücken.

Schwedens Frauen gehören bei Weltmeisterschaften seit 1990 stets der Top Division an. Bei Olympischen Spielen holten die „Tre Kronor“ bisher zwei Medaillen: 2002 gab es Bronze und 2006 in Turin stellte Schweden die Hierarchie im Frauen-Eishockey mit dem Gewinn der Silbermedaille auf den Kopf: Der Halbfinalsieg gegen die USA bedeutete, dass sich im Finale zum ersten und letzten Mal nicht die beiden Teams aus Nordamerika gegenüberstanden. Die schwedische Mannschaft ist sehr jung, nur Anna Kjellbin und Lisa Johansson sind älter als 27 Jahre, und sehr „nordamerikanisch“ geprägt: Sieben Spielerinnen kommen aus der NCAA-Liga und vier aus der PWHL, während zwölf in der nationalen Meisterschaft spielen.

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