
Damian Clara stellte sich den Schweizern wie eine Wand entgegen. © ANSA / SALVATORE DI NOLFI
Clara ist in aller Munde: „Großes Talent“
Am frühen Dienstagnachmittag sind die 25. Olympische Winterspiele für Italiens Eishockey-Männer zu Ende gegangen. Für den Gastgeber setzte es in Mailand auch im vierten Spiel eine Niederlage. Nach dem 0:3 im Achtelfinale gegen die Schweiz verabschiedeten sich die „Azzurri“ von Olympia daheim und werden am Mittwoch nach Hause zurückkehren. Nach dem Spiel drehte sich ganz viel um Damian Clara.
17. Februar 2026
Von: kp
„Wir haben einen Weg hinter uns, auf dem wir gezeigt haben, dass wir gegen stärkere Mannschaften durchaus spielen können. Es war schwierig, aber ich bin sehr stolz auf das, was die Mannschaft in den vergangenen Tagen geleistet hat. Die Spieler waren mit der richtigen Einstellung auf dem Eis, haben sich für ihre Mitspieler aufgeopfert und immer gekämpft. Abgesehen vom Match gegen Finnland, in dem uns die Energie gefehlt hat, haben wir in den anderen drei Spielen gezeigt, dass wir Qualität haben“, sagte Italiens Nationaltrainer Jukka Jalonen nach der Schlusssirene. Und: „Damian Clara hat uns mit großartigen Paraden im Spiel gehalten, und alles in allem waren es 60 hart umkämpfte Minuten. Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben.“
Thomas Larkin fand ebenfalls nur lobende Worte: „Wir sind mit der auf dem Papier schwächsten Mannschaft unter den zwölf Teilnehmern angetreten und haben gezeigt, dass wir nicht nur hierhergekommen sind, um Fotos zu machen. Die Mannschaft hat gegen die besten Spieler der Welt gekämpft. Ich habe viel Herz und Einsatz auf dem Eis gesehen, und darauf kann ich nur stolz sein. Vielleicht hätten wir heute im zweiten Drittel etwas mehr erreichen können, aber wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, und das ist das Wichtigste.“
Larkin (links) bei einem Block-Versuch. © ANSA / SALVATORE DI NOLFI
Der Kapitän der Hausherren fügte hinzu: „Nach dem Spiel gegen Finnland haben wir es geschafft, wieder unser höchstes Niveau zu erreichen: Auch das ist ein gutes Zeichen. Wir haben alles gegeben, was wir kontrollieren konnten, angefangen bei den beiden Torhütern: Damian Clara und Davide Fadani haben großartige Leistungen gebracht und es uns ermöglicht, so lange wie möglich im Spiel zu bleiben. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft nehmen wir das Bewusstsein mit, dass wir auch solch starke Mannschaften herausfordern können: In der Schweiz wird das Niveau wahrscheinlich nicht so hoch sein, also können wir daran glauben und gut abschneiden.“
Clara ist stolz auf sein Team
Damian Clara hatte am Ende 48 gehaltene Schüsse zu Buche stehen und war wie schon gegen Schweden ein Fels in der Brandung: „Ich denke, dass die Mannschaft jedes Spiel mit Herz und Kampfgeist bestritten hat. Natürlich muss ich Pucks halten. Das ist meine Aufgabe. Wenn mir meine Mitspieler aber nicht helfen, wird es unmöglich. Heute und in den anderen Spielen haben sie das getan. Für mich persönlich war es eine großartige Erfahrung, die ich nie vergessen werde und die auch ein guter Test für meine Zukunft war.“Die Azzurri gaben alles. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI
Dazu fügte der Goalie hinzu: „Natürlich träume ich davon, irgendwann auf höchstem Niveau zu spielen. Es war ein gutes Zeichen, dass ich es geschafft habe, gegen NHL-Spieler auf dem kleinen Eis zu spielen. Schließlich hoffe ich, dass diese Olympischen Spiele dazu beitragen, diesen Sport in Italien noch bekannter zu machen, dass viele Kinder davon träumen können, eines Tages das zu erleben, was wir in den vergangenen Tagen erlebt haben.“
„Natürlich träume ich davon, irgendwann auf höchstem Niveau zu spielen.“ Damian Clara
„Wir haben gekämpft und unser Bestes gegeben“, sagte Alex Petan. „Wir hatten bei Spielhälfte ein paar Chancen, die Partie vielleicht etwas interessanter zu gestalten, es hat leider nicht geklappt. Aber ich bin trotzdem ziemlich stolz auf unsere Mannschaft. Ich kenne Damian Clara seit er 15 oder 16 Jahre alt ist. Man sieht deutlich, wie er gewachsen und gereift ist und sich als Torhüter offensichtlich immer weiter verbessert hat. In jedem einzelnen Spiel hat er uns eine Chance gegeben und wirklich herausragend gehalten. Ich hoffe, dass er bald in der NHL spielen wird,“ ergänzte der Italokanadier.
Nico Hischier schoss sein ertes Olympia-Tor. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI
Über sein erstes Olympiaturniertor durfte sich der Schweizer NHL-Star Nico Hischier freuen, der den 3:0-Endstand besorgte. Er sprach von einem „harten Stück Arbeit.“ Es sei nie ganz einfach, wenn man als glasklarer Favorit ins Spiel geht, da im Eishockey alles passieren könne. „Wir haben es aber gut gemacht, sind gut gestartet und haben viel Druck aufs Tor ausgeübt. Wir hätten aber effizienter sein sollen.“ Hischier wollte auch nicht unerwähnt lassen, dass Damian Clara eine super Leistung gezeigt habe: „Er hat bereits in den vorangegangenen Spielen sein großes Talent angedeutet und auch heute einige Big-Saves gemacht. Ansonsten hätten wir bestimmt noch ein paar Tore mehr erzielen können.“
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