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Alex Petan (r.) und die Azzurri gaben gegen Deutschland eine gute Figur ab. © Vanna Antonello

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Alex Petan (r.) und die Azzurri gaben gegen Deutschland eine gute Figur ab. © Vanna Antonello

Deutschland besiegt Italien – und doch freuen sich alle

Das macht Lust auf mehr! Italiens Eishockey-Nationalmannschaft war im einzigen Vorbereitungsspiel auf Olympia gegen Deutschland weit von einem Sieg entfernt, dennoch grassierte unter den 3.500 Zuschauern in der Bozner Arena die Vorfreude auf das Mega-Event in Mailand. Den Azzurri sei Dank.

Aus der Sparkasse Arena in Bozen

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Das Blue Team hat die Olympia-Generalprobe gegen die DEB-Auswahl nach einer leidenschaftlichen Vorstellung mit 4:3 verloren. Bei den Deutschen fehlten zwar die sieben NHL-Stars um Leon Draisaitl und Moritz Seider, dennoch brandete auf den Rängen Begeisterung auf. Und für diese sorgten die Azzurri.


Italiens Auswahl bereitet sich erst seit Montag auf die Winterspiele zuhause in Mailand vor, Deutschland dagegen hat seinen Liga-Betrieb wegen Olympia dagegen bereits vor über einer Woche eingestellt – und dennoch war der Favorit dem krassen Außenseiter nur in der Anfangsphase überlegen. Tobias Rieder (12.), Kai Wissmann (13.), und Fabio Wagner (25.) schenkten den zunächst überforderten Schützlingen von Trainer Jukka Jalonen gleich drei Treffer ein.

Blue Team nimmt Fahrt auf

Danach aber hielt Damian Clara, der im Tor gegenüber Davide Fadani den Vorzug erhielt, seinen Kasten lange Zeit sauber – und seine Vorderleute begannen plötzlich den Gegner gehörig in Bedrängnis zu bringen. Angetrieben durch den Ältesten im Team, dem 37-jährigen Bozen-Stürmer Dustin Gazley, zeigten die Azzurri besonders in der Offensivbegegnung tolles, engagiertes Eishockey. Der Lohn? Das 1:3 durch Gazley, der nach einem Bandenabpraller blitzschnell reagierte (30.), und Tommy Purdellers Anschlusstor im Powerplay (40.).

Ab Hälfte des Spiels entwickelte sich ein völlig offener Schlagabtausch, dem Torchancen und Härteeinlagen wahrlich nicht fehlten. Das mit DEL-Spielern bespickte DEB-Team baute den Vorsprung durch ein Powerplay-Tor von München-Stürmer Yasin Ehliz (49.) auf 4:2 aus, der starke Schweiz-Legionär Alessandro Segafredo sorgte in der Schlussminute aber nochmal für Jubel auf den Rängen. Sekunden später ertönte die Schlusssirene – und es gab Standing Ovations von den Zuschauern.
„Wir nehmen ein gutes Gefühl mit“ Italien-Stürmer Tommy Purdeller

„Es war ein tolles Spiel“, resümierte der Pusterer Torschütze Tommy Purdeller, „Wir sind etwas zu langsam gestartet, aber dann wurden wir immer sicherer und besser. Schade, dass wir verloren haben, aber wir nehmen ein gutes Gefühl mit nach Mailand.“

Jetzt geht's nach Mailand

Nach diesem gelungenen Test wird es für die Azzurri jetzt ernst. Am Donnerstag beziehen sie ihr Quartier im Olympischen Dorf im Herzen Mailands. Los geht's bei Olympia dann am 11. Februar, wenn die Schweden mit sage und schreibe 25 NHL-Cracks als Auftaktgegner warten. Danach müssen die Azzurri in der Gruppenphase noch gegen die Slowakei (13. Februar) und Finnland (14. Februar) ran.


Italien – Deutschland 3:4

Italien: Clara (Fadani); Trivellato-Larkin, Zanatta-Pietroniro, Glira-Di Tomaso, Di Perna-Seed; Saracino-Bradley-Purdeller, Segafredo-Frycklund-Petan, Frigo-Mantenuto-Gazley, DiGiacinto-Kostner-Zanetti, De Luca.
Coach: Jukka Jalonen

Deutschland: Franzreb (Niederberger); Kälble-Gawanke, Jonas Müller-Wissmann, Wagner-Moritz Müller, Mik; Schütz-Michaelis-Fischbuch, Rieder-Kahun-Tiffels, Tuomie-Loibl-Ehl, Ehliz-Brunnhuber-Kastner.
Coach: Harold Kreis

Tore: 0:1 Tobias Rieder (11.03), 0:2 Kai Wissmann (12.29), 0:3 Fabio Wagner (24.51), 1:3 Dustin Gazley (29.44), 2:3 Tommy Purdeller (39.32), 2:4 Yasin Ehliz (48.34), 3:4 Alessandro Segafredo (59.56)

Zuschauer: 3.493

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