
Deutschland kassierte gegen die Slowakei ein Debakel. © APA/afp / -
Deutschlands krachendes Eishockey-Aus
Deutschlands Eishockey-Cracks um Superstar Leon Draisaitl haben die Chance auf eine Medaille leichtfertig verspielt und im Olympia-Viertelfinale ein Debakel erlebt.
18. Februar 2026
Von: dpa/dl
Gegen die Slowakei verlor die vermeintlich bestbesetzte Auswahl in der Historie des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2). Am Aschermittwoch war auch für das Team von Bundestrainer Harold Kreis in Mailand nach katastrophalen Abwehrfehlern Katerstimmung angesagt: Tore von AHL-Stürmer Lukas Reichel (35. Minute) und Frederik Tiffels (50.) waren zu wenig.
Vor dem auf Augenhöhe angesehenen Duell mit dem Bronzemedaillengewinner von 2022 hatte Deutschland mit sieben NHL-Profis, darunter absolute Weltklassespieler wie Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider, auf die historische Chance bei den Winterspielen hingewiesen. „Das Halbfinale ist zum Greifen nah. Jetzt liegt es an uns, das Ganze zu reißen. Wir müssen uns klarmachen, wie groß, die Chance jetzt wirklich ist, um eine Medaille zu kämpfen“, hatte Star-Verteidiger Seider von den Detroit Red Wings vor dem Viertelfinale gesagt.
Von wegen auf Augenhöhe mit der Slowakei
Trotz einer verkorksten Vorrunde mit nur einem Sieg gegen Dänemark (3:1) und zwei Niederlagen gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) hatte der Turnierbaum der DEB-Auswahl gegen Frankreich und die Slowakei den vermeintlich leichtesten Weg ins Halbfinale geebnet. 24 Stunden nach dem 5:1 gegen die auf olympischem Niveau überforderten Franzosen startete die deutsche Auswahl zunächst gut ins Spiel, ehe sich die Überforderung insbesondere der Spieler aus der Deutschen Eishockey Liga offenbarte.Die Slowakei fügte Deutschland ein Debakel zu und siegte im Viertelfinale mit 6:2. © APA/afp / ALEXANDER NEMENOV
Die Slowaken, die keinen NHL-Star von Kaliber Draisaitls oder Stützles im Kader haben, zeigten sich offensiv viel effektiver. Der deutsche Angriff agierte indes zu oft zu kompliziert und suchte allzu oft nur die NHL-Stars. In der Abwehr setzte sich fort, was sich im Turnier zuvor schon angedeutet hatte: Nur Seider ist auf dem absoluten Top-Niveau mit NHL-Profis zu wenig.
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