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Italien warf alles hinein, musste sich letzten Endes aber geschlagen geben. © APA/afp / MIKKO STIG

Die Jungspunde aus der Slowakei ringen Italien nieder

Alles gegeben und doch nichts gewonnen. Dieses Resümee gilt auch für Italiens sechstes WM-Spiel, in dem es die sechste Niederlage setzte. Das Blue Team hielt gegen die Slowakei aber bis zuletzt mit.

Aus der WM-Arena in Helsinki

Von:
Alexander Foppa

Das Blue Team zog am Samstagabend in der Helsinki Ice Hall gegen die Slowakei mit 1:3 den Kürzeren. Ein schlechtes Startdrittel und die eigene Offensivschwäche brachten die aufopferungsvoll kämpfenden Azzurri um einen erhofften Punktgewinn. Somit kommt es nun am Montag (15.20 Uhr, MESZ) zum großen Abstiegs-Showdown gegen Kasachstan.


In erster Linie waren es die Ausnahmetalente der Slowakei, die Italien arg zusetzten. Das 18-jährige Eishockey-Wunderkind Juraj Slafkovsky, der als NHL-Draft Nummer eins gehandelt wird, wirbelte wild drauf los, der gleichaltrige Simon Nemec rührte in der Defensive Beton an und der um ein Jahr jüngere Adam Sykora stellte die Weichen mit seinem 2:0-Tor früh auf Sieg. Danach hielt der glänzend parierende Andreas Bernard sein Team lange im Spiel, ehe Trivellato mit dem Anschlusstor nochmal Hoffnung aufkeimen ließ. Die Slowakei ließ sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen.


Kurz & bündig: Die Höhepunkte der Partie

Kristof macht den Anfang1:0 für die Slowakei: Slafkovsky schließt ab, Bernard lässt den Puck zur Seite prallen, Tomas Tatar bringt diesen mit dem Schlittschuh zur Mitte, wo Michal Kristof nur noch ins leere Tor lupfen muss (11.).
Ein 17-Jähriger legt nachSechs Sekunden vor Drittelende schlägt der Favorit erneut zu. Der überragende Slafkovsky (18 Jahre) setzt den 17-jährigen Adam Sykora nach einem Konter in Szene und jubelt, nachdem sein Mitspieler den Puck in den Winkel zimmert – 2:0 (20.)
Alu-Pech für ItalienWas für eine Chance für Italien! Im Powerplay feuert Daniel Mantenuto einen Schlagschuss ab, der knallt mit voller Wucht an den Pfosten (21.).
Tatar trifft die LatteDie Slowakei schrammt in Person von Tomas Tatar am 3:0 vorbei. Der Stürmer der New Jersey Devils setzt einen Onetimer an die Latte.
Trivellato macht's spannendIm Powerplay hämmert Alex Trivellato einen Schlagschuss von der blauen Linie in die Maschen (45.). Es ist das 1:2. Dadurch hat Italien bislang in jedem WM-Spiel zumindest ein Tor erzielt.
Ist das ärgerlich!Eine kleinlich gepfiffen Strafe gegen Dylan Di Perna hat Konsequenzen: Andreas Bernard entschärft zwei Schüsse, beim dritten Versuch von Alex Tamasi ist der Goalie aber machtlos. Es ist der 3:1-Endstand.

Nach dieser Niederlage wird Italien seinen Fokus auf das bereits im Vorfeld als Endspiel deklarierte Match mit Kasachstan richten. Am Sonntagvormittag haben die Azzurri ein Eistraining angesetzt, im Anschluss wird der Gegner vom Montag per Video studiert. Die noch punktlosen Kasachen belegen hinter Italien den letzten Platz, der Verlierer des Duells muss als Tabellenschlusslicht aus der Weltgruppe absteigen.
Italien – Slowakei 1:3
Italien: Bernard (Fazio); Trivellato-Di Perna, Miglioranzi-Pietroniro, Glira-Gios, Spornberger; Frigo-Mantenuto-McNally, Sanna-Simon Kostner-Petan, Frank-Hannoun-Diego Kostner, Traversa-Mantinger-Deluca, Insam
Trainer: Ireland

Slowakei: Huska (Tomek); Fehervary-Ceresnak, Ivan-Nemec, Janosik-Graman, Rosandic-Gachulinec; Slafkovsky-Kristof-Tatar, Takac-Roman-Regenda, Liska-Tamasi-Lantosi, Lunter-Kollar-Sykora
Trainer: Ramsay

Tore: 0:1 Michal Kristof (10.31), 0:2 Adam Sykora (19.54), 1:2 Alex Trivellato (44.09), 1:3 Alex Tamasi (49.14)

Zuschauer: 3442

Die Tabelle der Gruppe A:
Pos.TeamSpielePunkte
1.Schweiz515
2.Kanada512
3.Deutschland512
4.Dänemark59
5.Slowakei56
6.Frankreich55
7.Italien51
8.Kasachstan50

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