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Peter Spornberger im Zweikampf mit Sidney Crosby. © ANSA / CYRIL ZINGARO

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Peter Spornberger im Zweikampf mit Sidney Crosby. © ANSA / CYRIL ZINGARO

„Ein bäriges Gefühl“: Bei Italien überwiegt der Stolz

0:6 verloren – und dennoch herrscht bei Italien nach der ersten Partie bei der Eishockey-WM in Fribourg ein positives Gefühl. Dass Kanada außer Reichweite liegt, war nämlich im Vorfeld klar. Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei geben sich Peter Spornberger und Davide Fadani zuversichtlich.

Aus Fribourg

Von:
Leo Holzknecht

Über 12.000 NHL-Spiele hat der kanadische WM-Kader zusammen absolviert. Diese Zahl reicht, um das Ungleichgewicht zwischen den Ahornblättern und den Azzurri aufzuzeigen. Von den großen Namen des Goldfavoriten ließ sich die Mannschaft von Jukka Jalonen jedoch nicht einschüchtern. Aufopferungsvoll, leidenschaftlich und mutig auftretend, ernteten die Azzurri den Applaus des Publikums in der BCF Arena.


Auch die Spieler selbst konnten ihrer Leistung nur Gutes abgewinnen. „Wir wussten vor der Partie, dass es Momente geben wird, in denen sie uns dominieren werden. Aber ich finde, dass wir in unserer Zone gut dagegengehalten haben“, sagte Spornberger nach der Partie. „Wir waren darauf bedacht, stets unseren Mann zu halten, was uns gut gelungen ist. Bei Kontern hingegen sind sie bärenstark und haben uns ein paar Mal ausgehebelt.“ In der Tat fielen die ersten zwei Tore bei blitzschnellen Gegenstößen der Kanadier. Torhüter Fadani habe das Blue Team mit seinen Paraden aber lange im Spiel gehalten, so der Rittner, der in der nächsten Saison für den DEL-Klub Iserlohn Roosters auflaufen wird.

Zuversichtlich nach vorn schauen

„Wir wussten, gegen wen wir heute antreten. Es war ein großer Unterschied im Vergleich zu den sieben Testspielen, die wir vor der WM hatten“, erklärte der Mailänder, der 35 von 41 Schüssen entschärfte. „Der Beginn war sehr gut. Dann haben uns etwas die Emotionen übermannt, die die Konter zur Folge hatten. Ich denke, das wird uns als Lehre für die nächsten Partien dienen.“

Davide Fadani musste zwei Schüsse von Macklin Celebrini passieren lassen. © ANSA / CYRIL ZINGARO

Davide Fadani musste zwei Schüsse von Macklin Celebrini passieren lassen. © ANSA / CYRIL ZINGARO


Als das Duo auf die Superstars in den kanadischen Reihen zu sprechen kam, war das Funkeln in den Augen unübersehbar. „Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen aufgeregt war“, sagte Spornberger. „Neben Sidney Crosby beim Bully zu stehen, ist schon ein bäriges Gefühl. Crosby, Celebrini & Co. – gegen solche Kaliber wird man nicht mehr oft antreten. Nur wenn ich beim Aufwärmen rübergeschaut habe, war dessen Aura spürbar.“ Es habe sehr viel Spaß gemacht, meinte hingegen Fadani. „Es sind viele schöne Erinnerungen, die einen nie mehr loslassen werden. Schließlich ist Crosby eine Legende unseres Sports. Sich mit solchen Spielern zu messen, ist fantastisch – auch wenn die Emotionen nach einer Niederlage immer gemischt sind.“

Viel Zeit, um diese Emotionen zu verarbeiten, gibt es nicht, denn schon am Sonntag steht die nächste Prüfung an: Dann werden die Azzurri auf die Slowakei treffen. „Ich glaube, dass wir viele positive Dinge aus diesem Spiel mitnehmen können“, betont Spornberger. „Denn wir hatten unsere Chancen und haben, wie gesagt, gut verteidigt.“

Clara oder Fadani?

Ungeklärt ist unterdessen die Torhüterfrage. Der Südtiroler Damian Clara ist spielberechtigt, die lange Anreise aus Kalifornien spricht jedoch gegen einen Einsatz so früh bei der WM. „Noch ist nichts entschieden“, sagte Fadani auf Nachfrage. „Bei der WM gilt es, viele Partien zu absolvieren, aber ich fühle mich jedenfalls gut und bin bereit für jedes Szenario.“

Eishockey-WM, Gruppe B

Sonntag, 17. Mai:
Italien – Slowakei (12.20 Uhr)
Dänemark – Schweden (16.20 Uhr)
Norwegen – Slowenien (20.20 Uhr)

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