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Italiens Eishockey-Nationalmannschaft kassierte im letzten Testspiel vor der WM einen Dämpfer. © Matteo Canevari - PhotoSportandMore

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Italiens Eishockey-Nationalmannschaft kassierte im letzten Testspiel vor der WM einen Dämpfer. © Matteo Canevari - PhotoSportandMore

Ein Finale zum Vergessen: Italien patzt im letzten WM-Test

Am Dienstagabend hat Italiens Eishockey-Nationalmannschaft ihren letzten WM-Test absolviert. Im letzten Drittel brach das Blue Team beispiellos ein.

Gewissermaßen fühlte es sich wie ein Déjà-vu an: Wie bereits vor einer Woche gelang Großbritannien im WM-Test gegen Italien die Revanche, auf die Niederlage vom Sonntag fanden die Cracks von der Insel abermals eine Antwort und schlugen das Blue Team mit 5:3. Die Art und Weise sorgte bei den Azzurri für einen ordentlichen Dämpfer vor der Weltmeisterschaft in der Top Division (15. bis 31. Mai).


Sieben Minuten vor der Schlusssirene lag die Truppe von Nationaltrainer Jukka Jalonen nämlich mit 3:1 in Front – dann folgte ein regelrechter Tor-Orkan. Vier Tore fing sich Italiens Eishockey-Nationalmannschaft noch in den Schlussminuten und ging dadurch doch noch als Verlierer vom Platz.

Italien verliert Kontrolle nach überzeugender Leistung

Italien begann mit viel offensivem Druck und konnte sich konstant im gegnerischen Drittel festsetzen. In den ersten Minuten prüften die Azzurri sofort die Reflexe von Goalkeeper Mat Robson, der gegen Alessandro Segafredo und Matthew Bradley stark parierte. Direkt nach Ablauf einer Strafe gegen Bradley nahm der Stürmer des HC Bozen einen Steilpass von Alex Trivellato sehenswert mit und vollendete eiskalt zum 1:0.

Italien hatte lange Zeit alles im Griff. © Matteo Canevari - PhotoSportandMore

Italien hatte lange Zeit alles im Griff. © Matteo Canevari - PhotoSportandMore


Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offeneres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Großbritannien erhöhte das Tempo, doch Italien hielt defensiv dagegen und erhöhte durch Marco Zanetti in der 34. Minute auf 2:0. Kurz darauf verkürzte Joshua Waller nach einem Fehler der italienischen Defensive auf 2:1. Italien blieb gefährlich, Phil Pietroniro traf zunächst die Latte und erzielte später in doppelter Überzahl das 3:1 vor der zweiten Pause.

Im Schlussdrittel kontrollierte Italien die Partie lange, ehe Großbritannien in den letzten sieben Minuten zurückschlug. Logan Neilson und Johnny Curran glichen innerhalb kürzester Zeit zum 3:3 aus, bevor Waller mit seinem zweiten Treffer des Abends Großbritannien erstmals in Führung brachte. Doch damit nicht genug: Italien nahm am Ende den Torhüter vom Eis, kassierte jedoch noch ein Empty-Net-Tor zum 5:3-Endstand aus Sicht der Gäste – wobei Waller seinen Hattrick vollendete.

WM steht vor der Tür

Mit dieser bitteren Niederlage im seelischen Gepäck geht es für Italien nun in Richtung Weltmeisterschaft. Am Mittwoch reisen die Azzurri in die Schweiz, drei Tage später steht der WM-Auftakt gegen Kanada auf dem Programm (Samstag, 16.20 Uhr). Nur einen Tag später folgt das Duell mit der Slowakei (Sonntag, 12.20 Uhr).



Italien – Großbritannien 3:5
Tore: 1:0 Bradley (17.11), 2:0 Zanetti (33.44), 2:1 Waller (35.11), 3:1 Pietroniro (38.31), 3:2 Neilson (53.55), 3:3 Curran (55.59), 3:4 Waller (56.17), 3:5 Waller (59.07)

Zuschauer: 1.087

Italien: Smith (Furlong); Zanatta-P. Pietroniro; De Luca-Bradley-Mansueto; Trivellato-Rigoni; Saracino-Frycklund-Segafredo; Albis-Gios; DiGiacinto-Schiavone-Zanetti; Buono-Nitz; Porco-Misley-Deluca; Mantinger. Trainer: Jukka Jalonen.

Großbritannien: Robson (Bowns); Halbert-Richardson; Curran-C. Neilson-Dowd; Tetlow-J. Hazeldine; Waller-Perlini-L. Neilson; Brown-Steele; Lachowicz-Betteridge-Harewood; Jenion-Clements; Shudra-Davies-Hopkins; Nordstrom. Trainer: Pete Russel.

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