
Die Südtirolerin Laura Lobis (hinten) jubelte mit Italien zum Olympia-Auftakt. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Ein Olympia-Auftakt nach Maß für Italiens Damen
Das olympische Eishockey-Turnier der Damen hat bereits am Donnerstag, also einen Tag vor der offiziellen Eröffnungsfeier der Spiele in Mailand und Cortina, begonnen. Dabei gab es für Italien im Tollhaus von Mailand einen Traumauftakt.
05. Februar 2026
Von: dl
Mit Ausnahme von Laura Fortino, die bereits in Sotschi und Pyeongchang dabei war, feierten alle anderen Spielerinnen Italiens am Donnerstag ihr Olympia-Debüt. Darunter auch die fünf Südtirolerinnen: Laura Lobis (Kaltern), Franziska Stocker (Leifers), Anna Caumo (Bruneck), Manuela Heidenberger (Oberbozen) und Sara Kaneppele (Tramin). Zum Auftakt gab es gegen Frankreich einen völlig verdienten 4:1-Sieg.
Italiens kanadischer Cheftrainer Eric Bouchard war zur Vorbereitung mit dem Blue Team nach Kanada übersiedelt, um dort sieben Wochen lang auf dem Eis und in der Kraftkammer zu trainieren. In Montreal bestritt das Team von Bouchard auch mehrere Freundschaftsspiele. Die harte Arbeit zahlte sich scheinbar aus: Gegen Olympia-Debütant Frankreich war Italien (46:15-Schüsse) haushoch überlegen.
Der Puck wollte nicht rein
In der neuen Santagiulia Ice Hockey Arena in Mailand waren die Azzurre vor über 9.000 Zuschauern von Beginn an das aktivere Team. Die erste Chance gab es durch eine Einzelaktion von Matilde Fantin, ehe Stocker eine fragwürdige Strafe kassierte. In Überzahl ging Frankreich nach knapp zehn Minuten dann wie aus dem Nichts durch Gabrielle De Serres in Führung. Ihr Schuss wurde noch von der Italienerin Jacquie Pierri ins eigene Tor abgelenkt.Anna Caumo (rechts) aus Bruneck feierte mit Italien einen Sieg. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Doch nur eine Minute später glich Italien durch Kayla Tutino aus, die einen perfekten Pass von Nadia Mattivi verwertete. In der Folge verhinderte die Französin Alice Philbert, die Torfrau des EVB Eagles Südtirol, gleich mehrmals die italienische Führung. Diese gab es dann erst gegen Ende des Mitteldrittels, als Davos-Legionärin Rebecca Roccella – auch nach Vorarbeit von Lobis – per Rebound zum 2:1 traf.
Entschieden wurde die Partie dann zu Beginn des Schlussdrittels, als Italien innerhalb von nur vier Minuten zwei Mal traf. Beim Tor zum 4:1 gab Caumo die Vorlage. Vor allem das 3:1 durch Fantin war ein Traumtor. Die 19-Jährige traf mit der Backhand ins Kreuzeck. Auch Della Rovere war anschließend aus spitzem Winkel erfolgreich.
Viertelfinale als Ziel
Das Ziel der von Kapitänin Nadia Mattivi angeführten Mannschaft ist es, das Viertelfinale zu erreichen. Dazu muss sie unter die ersten drei der Gruppe B kommen. Sie treffen dort noch auf Schweden (Samstag, 7. Februar), Japan (Montag, 9. Februar) und Deutschland (Dienstag, 10. Februar). Die Deutschen verloren zum Auftakt gegen Schweden mit 1:4.Olympia 2026: Eishockey der Frauen
Italien – Frankreich 4:1
Italien: Fedel (Durante); Mattivi-Stocker, Lobis-Fortino, Guerriero-Varano, Pierri; Reyes-Fantin-Abatangelo, Roccella-Della Rovere-Caumo, Heidenberger-Tutino-Mazzocchi, Kaneppele-Niccolai-Bonafini, Saletta.Trainer: Bouchard
Frankreich: Philbert (Mameri); Leclerc-Zilliox, Quarto-Villiot, Pelissou-De Serres, Berger; Rozier-Duvin-Huot-Marchand, Aurard-Bushee-Barbirati-Le Scodan, Boudin-Budrit-Peyne-Dingival, Nonnenmacher-Mesplede-Galbrun, Simon.
Trainer: Tarle
Tore: 0:1 de Serres (09.42), 1:1 Tutino (10.42), 2:1 Roccella (35.17), 3:1 Fantin (40.14), 4:1 Della Rovere (44.59)
Zuschauer: 9.356
Gruppe B
| Pos. | Name | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | Italien | 3 |
| 2. | Schweden | 3 |
| 3. | Japan | 0 (spielfrei) |
| 4. | Deutschland | 0 |
| 5. | Frankreich | 0 |
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