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Bedient: Greg Ireland und die Azzurri. © ANSA / KIMMO BRANDT

„Eine Wunde, die lange offen bleiben wird“

Italiens Eishockey-Nationalmannschaft ist am Montag in die Zweitklassigkeit abgestiegen. Anschließend war die Stimmung bei den Azzurri am Boden – besonders bei Coach Greg Ireland.

„Es tut extrem weh“, sagte ein bitter enttäuschter Greg Ireland nach der 2:5-Pleite gegen Kasachstan. „Wir waren jetzt sechs Wochen zusammen, weit weg von unseren Familien, und haben hart gearbeitet – mit der Überzeugung, mindestens ein Spiel zu gewinnen. Die heutige Wunde wird lange offen bleiben“, gab der Kanadier zu Protokoll. Gleichzeitig habe Italien bewiesen, dass es über eine „zu jedem Zeitpunkt wettbewerbsfähige Mannschaft“ verfüge und eine „professionelle und positive Kultur“ eingeführt habe. „Ich weiß nicht wie ich mich jetzt fühle, aber ich weiß, dass ich extrem stolz auf meine Mannschaft bin.“


Ireland gab gegenüber dem italienischen Eissportverband auch einen Einblick was seine persönliche Zukunft anbelangt. „Ich finde, wir sind auf dem richtigen Weg, ich glaube an das Projekt. Aber zurzeit kann ich keine Antwort bezüglich meiner Zukunft geben. Ich muss mir etwas Zeit nehmen, bevor ich eine Entscheidung treffe“, betont Ireland. Die letzten Jahre seien sehr anstrengend gewesen. Deshalb denke er zurzeit nur daran, schnellstmöglich zur Familie zurückzukehren. „Ich muss jedoch sagen, dass diese Erfahrung erfrischend und positiv war.“

Frank enttäuscht, Zisser zuversichtlich
Auch dem Kapitän Daniel Frank war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Es war ein schwieriges Spiel, wir haben bis zum Schluss gekämpft, an uns geglaubt und uns stetig verbessert, aber heute hat es nicht gereicht, Kasachstan war die bessere Mannschaft.“ Der Abstieg sei schwer zu akzeptieren, betont der HCB-Crack. „Uns fehlt noch etwas, um konstant in der Top-Divison zu spielen, aber wir werden uns wieder aufraffen und alles tun, um hier zurückzukehren.“

Sportdirektor Stefan Zisser blickt unterdessen zuversichtlich in die Zukunft: „Im Moment muss ich sagen, dass wir im Verband wirklich stolz auf unsere Spieler und den gesamten Trainerstab sind. Das Endergebnis ist nicht jenes, das wir wollten, aber die Art und Weise, wie wir dieses Turnier gespielt haben, stimmt uns zuversichtlich für die Zukunft der Nationalmannschaft“, so Zisser.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

anscheinend gehört diese Mannschaft in die Zweitklassigkeit, da kann man herumreden wie man will.
Die knappen Ergebnisse gegen einige dute Mannschaften sind trügerisch, die Vorbereitungsspiele auch.

24.05.2022 11:11

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