
Schweiz-Keeper Leonardo Genoni zeigte eine bärenstarke Leistung, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. © APA/afp / PETR DAVID JOSEK
„Eisgenossen“ geben Sieg aus der Hand: Finnland jubelt
Nach der Slowakei und Kanada ist Finnland das dritte Team, das den Sprung ins Halbfinale bei den Olympischen Winterspielen schafft. Die Skandinavier kamen am Mittwoch lange Zeit nicht ins Spiel, beinahe gelang den „Eisgenossen“ aus der Schweiz die Sensation.
18. Februar 2026
Von: mv
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft sorgte nach den letzten beiden Weltmeisterschaften, bei denen zwei zweite Plätze zu Buche stehen, beinahe auch bei Olympia für Furore – aber eben nur beinahe. Gegen ein scheinbar übermachtiges Finnland zeigten die Eidgenossen eine saubere und geordnete Leistung und lagen bis sechs Minuten vor dem Ende mit 2:0 in Führung. Mit etwas Glück und extremer Willensstärke rissen die Finnen das Ruder aber noch herum und feierten einen hauchdünnen 3:2-Overtimesieg.
Das Viertelfinalduell in der Milano Rho Ice Hockey Arena konnte von der Spannung her bei Weitem nicht mit jenem zwischen Kanada und Tschechien mithalten ( wir haben berichtet). Beide Teams starteten ordentlich in die Partie, Tore fielen zunächst aber keine. Kurz vor der ersten Drittelsirene legten die Schweizer mit einem Doppelpack vor: Zunächst bediente Ken Jäger den freistehenden Damien Riat, der nur mehr einschieben musste (15.). Eine Minute später knallte Nino Niederreiter den Puck ansatzlos via Pfosten in die Maschen (16.).
Finnland reißt das Ruder herum
Die Finnen waren in der Folge zwar bemüht, aber nicht erfolgreich. Das lag auch daran, dass die Schweizer sehr geschickt verteidigten und der 38-jährige Leonardo Genoni im Tor der „Eisgenossen“ gut aufgelegt war. Kurz vor Schluss machte Sebastian Aho das Spiel mit einem präzisen Schuss wieder spannend (54.). Bis zur Schlusssirene fanden die Skandinavier zwar mehrere Hundertprozentige vor, doch Genoni und die Querlatte verhinderten zunächst noch den Ausgleichstreffer.Sebastian Aho erzielte den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Mit einem Mann mehr auf dem Eis klappte es dann aber: Einen Schuss von Miro Heiskanen lenkte ausgerechnet Schweiz-Verteidiger Jonas Siegenthaler unglücklich in das eigene Tor (59.). Zum zweiten Mal in drei Viertelfinalpartien musste die Verlängerung über das Weiterkommen entscheiden. Dort ging es zunächst munter hin und her, ehe ein Wechselfehler der Schweizer die Entscheidung herbeiführte – Artturi Lehkonen sagte danke und bezwang Genoni im Eins-gegen-Eins zum umjubelten Siegtreffer (64.).Olympia-Eishockey, Viertelfinale
Finnland – Schweiz 3:2 n.V,Tore: 0:1 Riat (14.14), 0:2 Niederreiter (15.26), 1:2 Aho (53.54), 2:2 Heiskanen (58.48), 3:2 Lehkonen (63.23)
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