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Calvin Thürkauf (links) und Denis Malgin (rechts) trugen sich in die Torschützenliste ein. © ANSA / ANDREAS BECKER

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Calvin Thürkauf (links) und Denis Malgin (rechts) trugen sich in die Torschützenliste ein. © ANSA / ANDREAS BECKER

Halbfinale: Die Schweizer WM-Party geht weiter

Die Schweiz ist bei der Eishockey-WM im eigenen Land dank eines turbulenten Viertelfinalsieges gegen Schweden in die Vorschlussrunde eingezogen.

10.000 frenetische Fans – darunter Tennislegende Roger Federer – sorgten am Donnerstag in Zürich für eine Gänsehautstimmung und trieben die Hausherren zum 3:1-Sieg gegen Schweden. Im zweiten Viertelfinale des Abends setzte sich Norwegen mit 2:0 gegen Lettland durch.


Die Schweizer starteten furios, bissen sich in den ersten Minuten jedoch die Zähne an Magnus Hellberg aus, ehe Linus Karlsson in der 7. Minute eine defensive Unaufmerksamkeit nutzte und Torhüter Leonardo Genoni zwischen den Beinschonern erwischte. Kurz darauf musste Dean Kukan unter die Dusche, weil er mit einem Cross-Check Ivar Stenberg im Gesicht traf. Das fällige Powerplay nutzten die Skandinavier, doch der Treffer von Oskar Sundqvist wurde aberkannt, weil das Schiedsrichtergespann eine Kickbewegung des Schweden erkannte.

Drei Schweden gegen einen Schweizer. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Drei Schweden gegen einen Schweizer. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON


Die Schweiz schöpfte aus der überstandenen fünfminütigen Unterzahl Mut und erzielte durch Roman Josis Weitschuss den Ausgleich. Im Mitteldrittel brachte Denis Malgin seine Mannschaft mit einer sehenswerten Einzelaktion dann zum ersten Mal in Führung.

Jetzt wird's heiß

Kurz darauf herrschte große Aufregung, als Timo Meier Sundqvist übel mit dem Knie foulte. Der Schwede musste daraufhin mit einem Rollstuhl in die Kabine gebracht werden, eine große Strafe gegen den NHL-Stürmer der New Jersey Devils gab es aber nicht. Stattdessen konnten die Eidgenossen kurz darauf selbst im Powerplay agieren, in dem sie auf 3:1 erhöhten: Nico Hischier spielte einen Zauberpass auf Calvin Thürkauf, den dieser eiskalt verwertete.

Roger Federer heizte die Stimmung ein. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Roger Federer heizte die Stimmung ein. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON


Mit dem 3:1-Vorsprung im Rücken schraubten die Schweizer das Risiko zurück und ließen die Schweden kommen. Diese warfen alles in die Waagschale und prüften Genoni, der aber keine Schwächen offenbarte. Auch als Hellberg den Kasten verließ, gab es am Schweizer Schlussmann kein Vorbeikommen. Die Euphorie auf den Rängen kannte anschließend keine Grenzen mehr – auch bei Federer nicht.

Im Halbfinale trifft die Schweiz nun auf Norwegen, während es Kanada mit Finnland zu tun bekommt. Die Partien gehen am Samstag über die Bühne, das Finale findet am Sonntag statt.

Eishockey, WM-Viertelfinale:

Schweiz – Schweden 3:1
Tore: 0:1 Karlsson (6.21), 1:1 Josi (13.23), 2:1 Malgin (32.58), 3:1 Thürkauf (36.31)

Norwegen – Lettland 2:0
Tore: 1:0 Koblar (27.10), 2:0 Stehen (59.44)

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