
Italien hat eine bittere Niederlage gegen Ungarn kassiert. © Vanna Antonello
Pleite gegen Ungarn: Aufstieg rückt in weite Ferne
Italiens Eishockey-Damen haben am Freitag eine bittere Niederlage kassiert. Der Traum vom Aufstieg in die Top Division ist in weite Ferne gerückt.
17. April 2026
Von: nie
Die Devise vor dem Duell mit Gastgeber Ungarn war klar: Verlieren verboten! Am Freitagnachmittag setzte es für die Azzurre bei der Weltmeisterschaft der 1. Division Gruppe A jedoch den zweiten Dämpfer nach der 2:3-Niederlage gegen Frankreich zwei Tage zuvor. In Budapest unterlag Italien den ungarischen Lokalmatadorinnen mit 2:3. Die Chance auf den Aufstieg in die Top Division ist nun verschwindend gering.
Den besseren Start in die Partie erwischten die Azzurre: In der 16. Minute stellte Amie Varano nach feinem Zuspiel von Justine Reyes auf 1:0. Im zweiten Drittel glichen die Ungarinnen jedoch aus, indem sie eine Powerplay-Situation nach einer gut herausgespielten Offensivaktion durch Rika Hiezl eiskalt nutzten. Zu Beginn des dritten Abschnitts folge die kalte Dusche: Lotti Odnoga erzielte nach etwa zwei Minuten die Führung für die Gastgeberinnen, die in der 52. Minute dank Regina Metzler sogar auf 3:1 erhöhten.
Italien muss Norwegen die Daumen drücken
Anna Caumo – neben Franziska Stocker, Laura Lobis, Manuela Heidenberger und Sara Kaneppele eine von fünf Südtirolerinnen im WM-Kader – erzielte kurz darauf im Powerplay den Anschlusstreffer (53.). Ungarn brachte den Vorsprung aber über die Zeit.Italien muss jetzt auch auf die anderen Eisflächen schauen. © Vanna Antonello
Somit rutschte Italien in der Tabelle auf den dritten Platz zurück (7 Punkte). An der Spitze stehen Frankreich (9), das sich mit 8:1 gegen China behauptete, und Ungarn (8). Mit einem Sieg über Norwegen am Freitagabend (19.30 Uhr) könnte auch die Slowakei an Italien vorbeiziehen. Die Azzurre sollten aber den Skandinavierinnen die Daumen drücken, wenn sie im finalen WM-Spiel gegen China am Samstag noch um den Aufstieg spielen wollen (12.30 Uhr).
Vor dem Duell zwischen Norwegen und der Slowakei gibt es nämlich noch eine minimale Chance auf den Turniersieg: Italien müsste China in der regulären Spielzeit schlagen, wodurch die Squadra Azzurra zehn Punkte auf dem Konto hätte. Gleichzeitig bräuchte es zwei norwegische Siege in regulärer Spielzeit (gegen Slowakei und Ungarn) sowie drei Punkte für die Slowakei gegen Frankreich. In diesem Fall würde Italien mit 10 Punkten vor Slowakei, Norwegen und Frankreich (je 9) sowie Ungarn (8) und China (0) landen.
Ungarn – Italien 3:2
Tore: 0:1 Varano (3.50), 1:1 Hiezl (30.48), 2:1 Odnoga (41.37), 3:1 Metzler (51.37), 3:2 Caumo (52.46)Ungarn: Nemeth (Toth); Odonga-Lippai; Jokai Szilagyi-Leidt-Dabasi; Mayer-Koncz; Seregely-Kreisz-Pazmandi; Nemeth-Faragò; Hiezl-Huszak-Metzler; Kiss Simon-Hajdu; Bahiczki Toth-Weiler-Polony.
Trainer: Delaney Collins
Italien: Durante (Fedel); Mattivi-Stocker; Heidenberger-Della Rovere-Caumo; Lobis-Fortino; Reyes-Tutino-Abatangelo; Guerriero-Varano; Niccolai-Saletta-Mazzocchi; Pierri; Roccella-Kaneppele-Bonafini.
Trainer: Alexandre Tremblay
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