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Ein Länderspiel Schweiz gegen Russland  wird es wohl so schnell nicht geben. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

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Ein Länderspiel Schweiz gegen Russland wird es wohl so schnell nicht geben. © APA/afp / SEBASTIEN BOZON

Schweiz boykottiert WM-Spiel gegen Russland

Die Kontroverse um die Rückkehr Russlands stürzt den internationalen Eishockeysport in ein immer größeres Dilemma. Jetzt zieht auch die Schweiz Konsequenzen.

Knapp sieben Wochen vor Beginn der U20-Weltmeisterschaft in Kanada hat die Schweiz angekündigt, nicht gegen Russland zu spielen. Damit reagierte der Schweizer Verband auf einen angepassten Spielplan, der ihm den Angaben nach zugestellt worden sein soll. Demnach ersetzt die russische Junioren-Auswahl Norwegen in der Gruppe B und würde am 27. Dezember gegen die Schweiz spielen.


Der Eishockey-Weltverband (IIHF) habe den teilnehmenden Nationen nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS einen angepassten Spielplan zugestellt, hieß es vom Schweizer Verband. Man habe sich in den vergangenen Tagen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und sowohl die sportlichen als auch die politischen und gesellschaftlichen Aspekte sowie die möglichen Konsequenzen sorgfältig geprüft und abgewogen.

WM-Teilnahme ja, Russland-Spiel nein

„Auf dieser Grundlage hat der Verwaltungsrat von Swiss Ice Hockey entschieden, dass die Schweizer U20-Nationalmannschaft angesichts des anhaltenden Ukraine-Konfliktes und der gegenwärtigen Umstände an der kommenden Weltmeisterschaft nicht gegen die russische U20-Nationalmannschaft antreten wird“, erklärte der Schweizer Verband.

Zugleich stellten die Schweizer klar, dass dies keine Absage an die WM-Teilnahme sei. „Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hält an ihrer Teilnahme am Turnier in Edmonton fest. Der Entscheid bezieht sich ausschließlich auf die Begegnung mit Russland“, betonte der Verband.

Eishockeyspieler wie Alex Ovechkin sind in Russland Volkshelden. Ob sie zur nächsten WM dürfen, ist aber noch nicht gesichert. © APA/afp / ALEXANDER NEMENOV

Eishockeyspieler wie Alex Ovechkin sind in Russland Volkshelden. Ob sie zur nächsten WM dürfen, ist aber noch nicht gesichert. © APA/afp / ALEXANDER NEMENOV


Der CAS hatte am 30. Oktober geurteilt, die seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von der IIHF ausgesprochene Suspendierung russischer Teams wieder aufzuheben. Die U20-WM ist das erste große Turnier, bei dem diese Entscheidung greifen würde. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte bereits angekündigt, dass es keine Visa für eine russische Auswahl geben werde. „Wenn Sie also insbesondere nach der Junioren-WM fragen – dort werden die Russen nicht sein“, hatte Carney erklärt.

Weitere Folgen des Urteils

Problematisch ist die Situation auch für die kommende Männer-WM im Mai in Deutschland. Mehrere Nationen mit Weltmeister Finnland an der Spitze hatten angekündigt, nicht gegen Russland anzutreten. Eine Reihe von Sponsoren drohte für den Fall einer Teilnahme der Russen, die Zahlungen an die IIHF und die WM-Ausrichter einzustellen.

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