
Damian Clara hatte viel zu tun. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
„Wir müssen uns nicht schämen“
Nach den überzeugenden Auftritten gegen Schweden (2:5) und die Slowakei (2:3) schlitterte Italiens Eishockey-Nationalmannschaft der Männer am Samstagnachmittag zum Abschluss der Gruppenphase gegen Finnland in ein 0:11-Debakel. Trotzdem hielt sich die Enttäuschung in Grenzen.
14. Februar 2026
Von: kp
Italiens Nationaltrainer Jukka Jalonen, der vor vier Jahren in Peking sein Heimatland Finnland noch zu Olympia-Gold geführt hatte, nahm die Schlappe mit Fassung: „Ich wusste, dass es heute schwer werden könnte. Vor allem gegen eine Mannschaft wie Finnland, die ich sehr gut kenne. Uns ging einfach die Puste aus, aber das lag daran, dass wir gegen Schweden und die Slowakei zwei sehr intensive Spiele bestritten hatten. Uns hat alles gefehlt, vom Skaten bis zur Liebe zum Detail, aber ich bin überzeugt, dass es nur eine Frage der körperlichen Verfassung war und nichts mit der mentalen oder taktischen Verfassung zu tun hatte. Jetzt haben wir zwei Tage Zeit, um uns bestmöglich zu erholen und uns auf das für uns wichtigste Spiel der Olympischen Spiele vorzubereiten.“
„Heute hat uns leider die Kraft gefehlt. Gegen Schweden und die Slowakei haben wir alles gegeben. Zudem gerieten wir schnell mit 0:3 ins Hintertreffen. Die Finnen haben bis zum Schluss Druck gemacht und zu keinem Zeitpunkt zurückgeschaltet. Trotz der klaren Niederlage müssen wir uns nicht schämen. Das wichtigste Spiel kommt am Dienstag,“ sagte Torhüter Damian Clara, der nach 40 Minuten und beim Spielstand von 0:6 seinen Platz für Davide Fadani räumte.
Die Batterie war leer
Die Analyse von Italiens Kapitän Thomas Larkin fiel ähnlich aus: „Wir waren nicht nur körperlich müde, sondern auch im Kopf leer. Die ersten beiden Spiele, in denen wir zeitweise über unsere Verhältnisse gespielt haben, haben sehr viel Kraft gekostet. Finnland war die bisher beste Mannschaft, die auch zu keinem Zeitpunkt vom Gaspedal gegangen ist. Trotz allem haben wir bisher ein sehr gutes Turnier gespielt. Dieses ist noch nicht fertig. Jetzt müssen wir uns erholen und die Batterien aufladen, damit wir am Dienstag bereit sind. Es spielt keine Rolle, gegen wen wir im Achtelfinale ranmüssen. Leichte Gegner gibt es hier nicht.“Italien tat sich gegen die Finnen sehr schwer. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
„Das ist kein gutes Gefühl“, resümierte Dylan di Perna. „Sie sind natürlich eine gute Mannschaft, daher zolle ich ihnen großen Respekt. Ich glaube, wir sind besser als das, was wir heute gezeigt haben, aber die Müdigkeit machte sich ziemlich schnell bemerkbar. Daher wurde das Spiel im Laufe der Zeit immer schwieriger.“
„Das war wahrscheinlich das einzige einseitige Spiel, bei dem die Tordifferenz eine große Rolle gespielt hat“, sagte Superstar Mikko Rantanen, der drei Tore vorbereitete, und fügte hinzu: „Wir wussten, dass die Tordifferenz wichtig ist, weil die Slowakei die Gruppe gewonnen hat. Wir wussten auch, wie wichtig eine gute Tordifferenz für den zweiten Platz ist, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren.“
Mikael Granlund mit einer akrobatischen Einlage. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Sein Sturmkollege Mikael Granlund, der die Finnen als Kapitän anführt, schlug in die gleiche Kerbe: „Es macht nie Spaß, wenn ein Spiel so aus dem Ruder läuft. Aber wir mussten heute viele Tore schießen, und das haben wir getan, also ist das gut.“
Neben den drei Gruppensiegern löst auch der beste Zweite vorzeitig das Viertelfinal-Ticket, während die restlichen acht Teams am Dienstag das Achtelfinale bestreiten.
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