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Norwegen feiert die erste Bronzemedaille der WM-Geschichte. © ANSA / SALVATORE DI NOLFI

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Norwegen feiert die erste Bronzemedaille der WM-Geschichte. © ANSA / SALVATORE DI NOLFI

WM-Bronze: Norwegen schafft Sensation

Norwegen hat die Sensation geschafft und erstmals bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft eine Medaille geholt.

Die Skandinavier gewannen am Sonntag in Zürich das im Finish dramatische Spiel um Platz drei gegen den einstigen Goldfavoriten Kanada mit 3:2 nach Verlängerung (1:0,1:0,0:2,1:0) und damit Bronze. Rekordweltmeister Kanada ging dagegen schon zum dritten Mal hintereinander leer aus.


Das Überraschungsteam, schon in der Gruppenphase sensationell Zweiter hinter Kanada, verspielte in den letzten 76 Sekunden der regulären Spielzeit eine 2:0-Führung, doch in der Verlängerung gelang Noah Steen nach dreieinhalb Minuten mit seinem siebenten Turniertor der Lucky Punch. Die Norweger krönten damit eine herausragende WM, in der sie Tschechien und den großen Nachbarn Schweden bezwangen, mit der unerwarteten Medaille.

Thomas-Doppelpack im Finish zu wenig

Der Außenseiter ging in der 8. Minute in Führung, als Emilio Pettersen von einem Torhüterfehler von Jet Greaves profitierte. Im Mitteldrittel erhöhte Stian Solberg mit einem abgelenkten Schuss auf 2:0 (33.). Dann bäumten sich die Kanadier noch einmal auf. Mit einem sechsten Feldspieler auf dem Eis gelang Robert Thomas ein Doppelpack – der Ausgleich fiel sieben Sekunden vor der Schlusssirene. Zum Sieg reichte es aber nicht.
Porter Martone, Sidney Crosby und Mark Scheifele mussten sich als Favoriten geschlagen geben. © ANSA / ANDREAS BECKER

Porter Martone, Sidney Crosby und Mark Scheifele mussten sich als Favoriten geschlagen geben. © ANSA / ANDREAS BECKER

Der Erfolg der spielerisch unterlegenen Norweger war etwas glücklich, aber am Ende nicht unverdient, weil sie den Sieg mehr wollten als die Kanadier mit ihren Superstars Sidney Crosby und Macklin Celebrini. Zudem hielt Goalie Henrik Haukeland (46 Paraden) einmal mehr herausragend. Kanada, das am Samstagabend das Halbfinale gegen Finnland mit 2:4 verloren hatte, misst einer Bronzemedaille traditionell wenig Bedeutung bei. Im Mutterland des Eishockeys gilt die Devise: Gold oder nichts. Letztmals gewannen die Kanadier 1995 ein Bronze-Spiel, seither verloren sie nun zum sechsten Mal im „kleinen“ Finale.

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