
Tommaso De Luca & Co. hatten gegen Finnland keine Chance. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Zweistellige Klatsche: Italien wird von Finnland vorgeführt
Italiens Eishockey-Nationalmannschaft der Herren hatte bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina bis dato Leistungen geboten, die so nicht zu prognostizieren waren. Am Samstag ist das Team um Kapitän Thomas Larkin auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen, denn gegen Medaillenanwärter Finnland kassierten die Azzurri eine heftige Ohrfeige.
14. Februar 2026
Von: leo
Egal, wie die Spielpaarungen bei diesen Winterspielen lauten – für Italien gleicht jede einem Duell zwischen David und Goliath. Bislang bekleideten Daniel Glira & Co. diese Rolle exzellent, gaben sie doch sowohl gegen Schweden (2:5) als auch gegen die Slowakei (2:3) eine sehr gute Figur ab. Diesen zwei kräftezehrenden Partien zollten die Azzurri am Samstag ihren Tribut. Finnland zeigte den Gastgebern ihre Grenzen auf, nahm zu keinem Zeitpunkt den Fuß vom Gas und demütigte Italien vor den eigenen Fans – 0:11 war das bittere Endresultat.
Im Gegensatz zu den oben genannten Partien war Italien gegen die mit 24 NHL-Spielern gespickten Finnen zu keinem Zeitpunkt im Spiel. Angetrieben von zahlreich anwesenden und lautstarken finnischen Fans machten Mikko Rantanen & Co. von der ersten Sekunde an klar, wer Herr im Haus ist. Italien kam kaum aus der eigenen Zone, war immer einen Schritt zu spät und verlor so gut wie jeden Zweikampf. Finnland nahm die Geschenke dankend an, ließ den Puck hervorragend laufen und machte die ohnehin erschöpften Azzurri so noch müder.
Italien kommt nicht hinterher
Das schnelle 0:3 nach elf Minuten war die logische Folge. Torhüter Damian Clara im Tor des Blue Teams wehrte sich nach Kräften, machte mit starken Paraden erneut auf sich aufmerksam, Wunderdinge konnte aber auch er nicht verrichten. Nach dem Ende des zweiten Drittels, als es bereits 0:6 stand, wurde er für Davide Fadani ausgewechselt. Dieser war – wie schon Clara – nicht zu beneiden, weil Italien das Verteidigen fast ganz einstellte. Und so überraschte es nicht, dass die Weltklasse-Akteure der Finnen bis auf 11:0 erhöhten.Trotz dieser Klatsche ist Italien noch im Turnier. Am Dienstag bestreitet die Mannschaft von Jukka Jalonen das Achtelfinalmatch. Auf wen Clara & Co. dabei treffen, ist ungewiss. Die drei Tage Pause werden sie nun nutzen, um die Batterien wieder aufzuladen und mit voller mentaler wie körperlicher Frische in diese Partie zu gehen.
Die Höhepunkte
| Der Anfang vom Ende | Finnland stellt binnen dreieinhalb Minuten auf 3:0. Zuerst vergoldet Aho einen Rantanen-Pass, dann leitet Glira gegen Granlund beim Abwehrversuch den Puck ins eigene Tor, ehe Kakko nicht angegriffen wird und das Kreuzeck trifft. |
| Finnland macht weiter | Auch das zweite Drittel geht 3:0 aus: Kiviranta besorgt mit einem Ablenker das 4:0, dann führt ein Di-Tomaso-Bock zum 5:0 durch Kakko, und Granlund macht durch einen schnell vorgeführten Konter das halbe Dutzend perfekt. |
| Wer will noch? | Fadani ist inzwischen für Clara im Kasten – doch es geht im gleichen Tempo weiter. Heiskanen trifft aus der Distanz, Lehkonen aus dem Slot, Aho per Konter, Armia nach einem Bully und Kiviranta durch einen Direktschuss. |
Italien – Finnland 0:11
ITA: Clara (Fadani); Larkin-Trivellato, Pietroniro-Zanatta, Di Tomaso-Glira, Seed-Di Perna; Gazley-Bradley-Zanetti, De Luca-Frycklund-Saracino, Petan-Mantenuto-Frigo, Purdeller-Kostner-Morini.Coach: Jalonen
FIN: Saros (Korpisalo); Lindell-Heiskanen, Mikkola-Ristolainen, Maatta-Mantinpalo, Lehtonen-Jokiharju; Tolvanen-Hintz-Rantanen, Lehkonen-Aho-Teravainen, Luostarinen-Granlund-Kakko, Armia-Haula, Kiviranta.
Coach: Pennanen
Tore: 0:1 Aho (6.49), 0:2 Granlund (9.31), 0:3 Kakko (10.18), 0:4 Kiviranta (24.04), 0:5 Kakko (27.39), 0:6 Granlund (37.36), 0:7 Heiskanen (41.01), 0:8 Lehkonen (41.34), 0:9 Aho (43.43), 0:10 Armia (53.26), 0:11 Kiviranta (57.13)
Zuschauer: 11.508
Olympische Spiele, Gruppe B:
Schweden – Slowakei 5:3Tore: 1:0 Eriksson Ek (7.17), 1:1 Slafkovsky (8.59), 2:1 Kempe (27.06), 2:2 Gernat (29.48), 3:2 Pettersson (34.29), 4:2 Pettersson (47.57), 5:2 Raymond (51.38), 5:3 Dvorsky (59.21)
| Pos. | Land | Spiele | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. | Slowakei | 3 | 6 |
| 2. | Finnland | 3 | 6 |
| 3. | Schweden | 3 | 6 |
| 4. | Italien | 0 | 0 |
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