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Alex DeBrincat (in der Mitte) galt als die Zukunft Chicagos. © Soziale Medien

Chicago Blackhawks: Der Zerfall einer Dynastie

Verpasste Play-offs, ein Missbrauchsvorfall und nun ein Ausverkauf. Die Chicago Blackhawks fanden sich in letzter Zeit immer wieder in den Schlagzeilen der Eishockey-Medien wieder. Nun droht eine düstere Zeit auf dem Eis.

Es ist einer der mit größter Spannung erwartete Tag der NHL-Saison, der Draft. Am 7. Juli durften sich die Teams in der höchsten nordamerikanischen-Profiliga ihre neuen Talente aussuchen. Doch die Blackhawks meldeten sich schon Stunden zuvor mit dem ersten Paukenschlag. Alex DeBrincat, der 41-Tore-Flügel und Linienkollege des Superstars Patrick Kane, wurde von der Geschäftsführung nach Ottawa verfrachtet.


Chicago wollte eine frühe Lotterie-Nummer im besagten Draft. Das war schon vorher klar. Spekulationen um mögliche Transfers der Routiniers Patrick Kane und Jonathan Toews, die so langsam in die Jahre kommen, machten die Runde. Doch als bekannt wurde, dass mit Alex DeBrincat (24 Jahre) ein zukünftiger Superstar und wahrscheinliche Konstante im Chicago-Angriff für die Picks Nummer 7, 39 und einem Drittrunden-Los getauscht worden war, donnerte es gewaltig in der Sport-Metropole.

Auch der offizielle Account der Stadt Chicago hielt nichts von dem Transfer und kommentierte „L“ für Loss (Verlust). © Soziale Medien

Als dann noch der 21-jährige Center Kirby Dach nach Montreal aufbrechen musste, war für Experten und Fans klar: Chicago befindet sich im Ausverkaufsrausch. Die Picks Nummer 7 und 39 brachten den Blackhawks zwar Kevin Korchinski und Paul Ludwinksi ein, die jedoch erst in 2 bis 3 Jahren eine Rolle spielen dürften. Nachdem man zudem die Verträge von Dominik Kubalik und Dylan Strome nicht verlängerte, winkt Chicago in der nächsten Saison wohl einer der letzten Plätze in der Tabelle, trotz Kane und Toews.

Die Fans in der sportbegeisterten Stadt werden nach verpassten Play-offs in den letzten Jahren weiterhin mit ungutem Gefühl auf die nächsten Spielzeiten blicken. Nachdem zu Ende des vergangenen Jahres die Missbrauchsvorfälle in der Blackhawks-Organisation bekannt wurden, ist dieser sportliche Tiefpunkt wohl der nächste Schlag in die Magengrube der Blackhawks-Fans.

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