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Damian Clara in den Farben der San Diego Gulls. © San Diego Gulls

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Damian Clara in den Farben der San Diego Gulls. © San Diego Gulls

Damian Clara schnuppert erstmals NHL-Luft

Während hierzulande die Meister in den jeweiligen Eishockey-Ligen schon gekürt sind, haben in der nordamerikanischen NHL die Playoffs gerade erst begonnen. Mittendrin befinden sich die Anaheim Ducks, die nun Damian Clara als Ersatz in die Kampfmannschaft beordert haben.

2023 wurde Damian Clara im NHL-Draft von den Anaheim Ducks gedraftet. Ein Jahr später unterzeichnete der Reischacher einen Dreijahresvertrag, der ihn bis 2028 an die Ducks bindet. Ein Spiel in der besten Liga der Welt absolvierte der 21-Jährige aber noch nicht. Nun kommt Clara diesem Ziel etwas näher, wenngleich in dieser Saison noch nicht mit einem Einsatz zu rechnen ist.


Wie am Sonntag bekannt wurde, haben die Ducks den Südtiroler in die Kampfmannschaft berufen. Sollten sich Einsergoalie Lukas Dostal und dessen Backup Ville Husso nicht verletzen oder erkranken, wird Clara nicht zum Zug kommen. Eine wertvolle Erfahrung ist es für den Torhüter dennoch, zumal er als Teil der sogenannten Black Aces (junge Spieler aus der AHL, die während der Playoffs in die NHL gerufen werden) an den Trainingseinheiten teilnehmen darf.

Kommt Clara zur WM?

Die Anaheim Ducks sind die wohl größte Überraschung in der laufenden NHL-Saison: Nach sieben Jahren ohne Playoffs qualifizierte sich die Mannschaft von Joel Quenneville souverän für die fünfte Jahreszeit. In der ersten Runde trifft das Clara-Team zurzeit auf die Edmonton Oilers, die zuletzt zweimal in Serie im Finale standen. Nach vier Partien führen die Ducks gegen Connor McDavid & Co. mit 3:1. Schon am Dienstagabend (Ortszeit) könnte der Außenseiter den Einzug ins Viertelfinale klarmachen.

Italiens Rückhalt: Damian Clara © AFP / ALEXANDER NEMENOV

Italiens Rückhalt: Damian Clara © AFP / ALEXANDER NEMENOV


Gelingt das, muss Italiens Nationalmannschaft, die sich zurzeit auf die Weltmeisterschaft in Fribourg vorbereitet, weiter auf seine etatmäßige Nummer 1 verzichten. Die zweite NHL-Runde sollte den Plänen zufolge am 6. Mai beginnen, der Startschuss für die WM fällt zehn Tage später. Einen großen Spielraum, um für die WM nachzurücken, gibt es also nicht. Zuerst müssen die Ducks aber den Sack gegen die Oilers zumachen.

Übrigens: Sollten die Ducks das Unmögliche möglich machen und den Titel holen, würde Claras Name nicht auf den Stanley Cup eingraviert werden. Dafür muss ein Spieler entweder 41 Spiele im Grunddurchgang bestritten haben oder mindestens einmal im Playoff-Finale eingesetzt werden.

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