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Die NHL startet in der Nacht auf Donnerstag in die neue Saison. © APA/getty / Rich Lam

Di Pauli, neuer Modus und ein See: Alles Wichtige zum NHL-Start

In der Nacht auf Donnerstag startet die NHL den Spielbetrieb in die neue Saison – drei Monate später als gewohnt. Zu verzeichnen gibt es hierbei nicht nur coronabedingte Neuerungen, sondern auch einige einzigartige Extras in der besten Eishockey-Liga der Welt.

In der vergangenen Saison holten sich die Tampa Bay Lightnings den famosen Stanley Cup, nachdem sie in der „best-of-seven“-Finalserie die Dallas Stars schlugen. Bester Spieler (MVP) und Topscorer wurde der Deutsche Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers.

Wie sieht es bei Thomas Di Pauli aus?
Bisher schaffte ein Südtiroler den Sprung in die NHL und das ausgerechnet in der vergangenen Saison: Thomas Di Pauli debütierte am 4. Jänner 2020 für die Pittsburgh Penguins und schrieb so Südtiroler Sportgeschichte. Der Kalterer, der mit seiner Familie bereits im Kindesalter nach Übersee gezogen ist, steht auch in dieser Saison in der Organisation der Penguins unter Vertrag, wurde aber auf die Free-Agent-Liste gesetzt. Da bei ihm noch kein neuer Arbeitgeber vorstellig wurde, ist unklar, wo und in welcher Liga er in dieser Saison unterkommen wird.

Thomas Di Pauli hofft auf weitere Einsätze in der NHL.

Wie läuft die Saison ab?
Die Hauptrunde wurde von 82 auf 56 Spiele eingedampft, die Mannschaften wurden in vier neue Divisionen eingeteilt. Die 24 amerikanischen Teams spielen in drei Divisionen, die sieben kanadischen Mannschaften bilden eine vierte. Wegen der Reisebeschränkungen spielen die Divisionen in der Hauptrunde ausschließlich untereinander. Die Mannschaften konnten sich nur in kurzen Trainingscamps auf die Saison vorbereiten, auf Vorbereitungsspiele wurde verzichtet.

Die reguläre Saison soll am 8. Mai enden. Auch die Playoffs beginnen dann zunächst noch mit Paarungen in den ersten beiden Runden innerhalb der Divisionen. Im Juli soll der Stanley-Cup-Sieger feststehen. So steht ab den Eröffnungsspielen an 116 Tagen in Folge mindestens ein NHL-Spiel auf dem Programm – das gab es noch nie.
Wird wieder in einer Blase gespielt?
Nein. Anders als im vergangenen Spätsommer, als die Vorsaison in Edmonton und Toronto beendet wurde, ist jetzt jeder für sich selbst verantwortlich – und für die Gesundheit der anderen. „Teams, die gar keine oder nur wenige Covid-Fälle haben werden, können daraus einen Vorteil ziehen“, sagte Leon Draisaitl (Edmonton Oilers). Getestet wird täglich.

Die Tampa Bay Lightnings gewannen den Stanley Cup in der vergangenen Saison. © APA/getty / BRUCE BENNETT

Welchen Folgen haben Corona-Fälle?
In Kanada folgen auf einen positiven Test zwingend 14 Tage Quarantäne. Spieler in den USA brauchen nach einem ersten positiven Test im Abstand von je 24 Stunden zwei negative Test-Ergebnisse. Bei einem zweiten positiven Test gilt der Spieler als bestätigt positiv und muss mindestens zehn Tage lang pausieren. In der ersten Testphase vor dem Start gab es bereits 27 positiv getestete Spieler, 17 davon aus Dallas. Die Stars können deswegen nicht planmäßig in die Saison starten, die ersten Spiele des Teams wurden verschoben. Weitere Verlegungen dürften kaum zu vermeiden sein.
Wie sieht es mit Zuschauern aus?
Es gelten die lokalen, regionalen und landesweiten Regeln sowie die Vorschriften der NHL. In der Folge können zum Start drei Mannschaften Zuschauer in die Halle lassen. Aber auch bei den Florida Panthers, den Arizona Coyotes und den Dallas Stars ist das nur mit reduzierter Kapazität erlaubt. Titelverteidiger Tampa Bay Lightning dürfte zwar Fans in der Halle haben, verzichtet aber noch auf Unterstützung von den Rängen.

Was für eine Kulisse: Am Lake Tahoe werden in dieser Saison ebenfalls Spiele ausgetragen. © Instagram / nhl

Was ist noch neu?
Eine Neuerung hat diese NHL-Saison ebenfalls zu bieten, und die hat es in sich. Im Februar werden nämlich zwei Freiluftspiele ausgetragen. Die werden aber nicht wie gewohnt in einem Football-Stadion durchgeführt, sondern erstmals auf einem See. Genauer gesagt auf dem Edgewood Golf Course am Südufer des Lake Tahoe an der Grenze von Nevada und Kalifornien.

Autor: dpa/fs

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