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Bei Shea Theodore wurde nach einer Dopingprobe Krebs diagnostiziert. © Instagram

Krebs entdeckt: Eine Dopingprobe als Glücksfall

Dopingkontrollen bei Eishockey-Weltmeisterschaften sind bei NHL-Spielern nicht besonders beliebt, doch im Fall von Shea Theodore war sie zumindest besonders effektiv.

Russlands Stürmerstar Evgeny Kuznetsov wurde bei der WM in der Slowakei positiv auf Kokain getestet und für vier Jahre bzw. drei Spiele gesperrt. Der Kanadier Shea Theodore verdankt einem WM-Dopingtest dagegen möglicherweise sein Leben.

Nach dem Aus mit dem Vegas Golden Knights in den NHL-Playoffs war der Verteidiger im Mai in die Slowakei gereist, um seiner Nationalmannschaft zu helfen. Nach dem 3:2-Sieg im Viertelfinale gegen die Schweiz wurde er für die Dopingkontrolle ausgewählt. Drei Tage später nach dem 1:3 im Finale gegen Finnland sprach ihn ein Offizieller des Weltverbandes IIHF an und bat ihn in den Kontrollraum.

Schockdiagnose Krebs: „Ganzes Leben änderte sich“
Er sei positiv getestet worden, erfuhr Theodore, auf hCG - humanes Choriongonadotropin. Das ist ein Hormon, das bei Frauen während der Schwangerschaft gebildet wird - oder bei Männern, die Hodenkrebs haben. „Mein ganzes Leben änderte sich mit einem Wimpernschlag“, schrieb Theodore auf der Internetseite The Players Tribune .

Weitere Bluttests in Kanada bestätigten den Befund. Der 24-Jährige wurde sofort operiert, der Tumor komplett entfernt. Vier Monate später ist Theodore offiziell geheilt und steht zwei Wochen vor dem NHL-Saisonstart wieder mit Vegas auf dem Eis. „Wenn ich nicht diesen Dopingtest gemacht hätte - ich will gar nicht darüber nachdenken“, schrieb Theodore.

Autor: sid

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