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Marco Rossi gibt Auskunft über seine Corona-Infektion. © Marco Rossi

Österreichs Supertalent: „Bin froh, dass ich noch lebe“

Er ist nach Thomas Vanek das größte Eishockey-Talent, das Österreich je hervorgebracht hat – und nach einer überstandenen Corona-Infektion „froh, dass er noch lebe.“ Die Rede ist von Marco Rossi.

In Amerika (und nicht nur) wird der 19-Jährige als riesengroßes Talent angesehen, das selbst eine Legende wie Thomas Vanek in den Schatten stellen könnte. Im letztjährigen NHL-Draft wurde Rossi aber erst an Nummer neun gezogen – dabei sagten Experten voraus, dass er derjenige sei, der in seinem Jahrgang das größte Potential habe. Ein früherer Draft scheiterte an seiner vergleichsweise geringen Körpergroße (1.76m). Dennoch standen Rossi bei den Minnesota Wild alle Tore offen – mit dem Russen Kiril Kaprizov sollte er eine neue Ära der Franchise einleiten.


Weil die NHL aufgrund der Verlängerung der letzten Saison aber erst im Januar begann, kehrte Rossi zunächst in die Schweiz zu den ZSC Lions zurück, wo er seine ganze Eishockey-Ausbildung genoss. Nach nur einem Auftritt war das Gastspiel allerdings vorbei – Rossi infizierte sich mit dem Coronavirus. Er erholte sich davon, spielte anschließend die Junioren-WM, ließ dabei aber seine gewohnte Klasse vermissen und erklärte, er fühle sich müde und ausgelaugt. Später stellte sich heraus: Rossi leidet unter einer Myokarditis, also eine Entzündung des Herzmuskels. Diese wurde beim Trainingscamp der Minnesota Wild diagnostiziert.

Auf dem Weg der Besserung
Rossi musste daraufhin auf Sport verzichten, für längere Zeit Ruhe geben. Wie dramatisch die Situation gewesen ist, erklärt er nun in einem Interview mit The Athletic. „Sie (die Ärzte, Anm. d. Red.) haben mir gesagt, wenn ich bei der U20-WM noch ein weiteres Spiel gespielt hätte, wäre die Geschichte möglicherweise ganz anders ausgegangen.“

Nach bangen Wochen und Monaten („Jedes Mal, wenn ich schlafen ging, hatte ich Angst, nicht mehr aufzuwachen“) befindet sich Rossi nun auf dem Weg der Besserung. Er sei froh, dass er noch lebe und werde langsam beginnen, sich auf die nächste Saison vorzubereiten. „Ich habe jetzt eine neue Herausforderung vor mir“, erklärt Rossi.

Schlagwörter: Eishockey

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