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Florence Schelling hat ab jetzt beim SC Bern das Sagen. © Instagram

Diese Frau wirbelt die Schweizer Eishockey-Szene auf

Die Nachricht, dass Florence Schelling den Posten des Sportdirektors beim SC Bern, einen der größten Eishockey-Klubs Europas, übernimmt, schlug am Mittwoch ein wie eine Bombe. Kein Wunder, sorgte doch die 31-Jährige mit ihrer Einstellung für ein weltweites Novum.

Schelling ist in der Eishockey-Szene keine Unbekannte, im Gegenteil: Lange Zeit galt die Schweizerin als beste Torhüterin der Welt. Das unterstrich sie bei den Olympischen Spielen 2014 in Sochi, wo sie ihr Heimatland sensationell zu Bronze hexte. Und den Preis der besten Spielerin des Turniers räumte sie ebenfalls ab. Nach ihrer Laufbahn schlug sie eine Karriere als TV-Expertin ein, ehe sie von SCB-Manager Marc Lüthi kontaktiert und schließlich als neue Sportdirektorin eingestellt wurde. Sie löst Alex Chatelain ab, der mit Bern drei Meistertitel in den letzten vier Jahren gewann.

Ein Novum
Ihr Engagement ist geschichtsträchtig: Bis heute wurde keiner Frau die Leitung der Sportabteilung überlassen - in keinem einzigen professionellen Eishockey-Verein. „Uns war wichtig, dass wir eine junge, unverbrauchte, intelligente und visionäre Person für uns gewinnen können. Viel wichtiger als das Geschlecht ist, dass diese Person etwas von Eishockey versteht“, erklärt Lüthi.

In der Tat verfügt Schelling über ein großes Fachwissen. Außerdem hat sie in ihrer Karriere viele Kontakte aufbauen können, die ihr jetzt zugutekommen. Aber nicht nur in Sachen Eishockey weiß Schelling, wovon sie redet. Auch abseits der Eisfläche macht der Schweizerin keiner so schnell etwas vor. Ein abgeschlossenes Master-Studium in Betriebswirtschaft ist ein Beleg dafür.

Schelling selbst meint: „Ich habe mich in den vergangenen Jahren akribisch mit dem Schweizer und dem internationalen Eishockey auseinandergesetzt. Mein Master-Studium und meine Auslandserfahrung als Spielerin werden mir in dieser neuen Position bestimmt weiterhelfen.“

Autor: leo

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