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Gianluca March will sich im Ausland beweisen. © Optic Rapid/I. Foppa

Gianluca March in der Schweiz: „Komplett anderes Niveau“

Eishockeyspieler in Italien haben es nicht leicht. Immer mehr Kufencracks zieht es ins Ausland. So auch Gianluca March, der nun versucht, sich in der Schweiz zu beweisen. Gegenüber SportNews erzählt er seinen ehrgeizigen Plan.

Obwohl Gianluca March erst 23 Jahre alt ist, kann er auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Schon mit 17 Jahren debütierte der in den Jugendteams von Auer und Neumarkt groß gewordene Verteidiger in der ersten Mannschaft der damaligen Wildgänse. Im Sommer 2016 folgte der Wechsel zu den Fassa Falcons, ehe er in der darauffolgenden Saison vom HC Pustertal verpflichtet wurde. Nach drei Spielzeiten im Wölfe-Dress ist die Zeit nun reif für einen Tapetenwechsel. „Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und will immer das Maximum erreichen“, erklärt March seine Entscheidung.

Idee lange im Hinterkopf
Weil der Unterlandler im Besitz der schweizerischen Staatsbürgerschaft ist, schwirrte ihm die Idee eines Engagements bei einem eidgenössischen Verein schon länger durch den Kopf. Allerdings habe sich die Chance bei den Ticino Rockets in der zweithöchsten Spielklasse erst in diesem Jahr ergeben. Und diese wollte und konnte er sich nicht entgehen lassen.

Um sich bei den Trainern des Vereines zu empfehlen, ist er im August für eine ganze Woche nach Biasca, dem Trainingszentrum der Rockets, gereist. In der Kleinstadt stieß er unter anderem auf den Fassaner Stephan Deluca und den Grödner Hannes Kasslatter, die ihm während des Tryouts mit Rat und Tat zur Seite standen.
„Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und will immer das Maximum erreichen.“
Gianluca March
Die Trainingseinheiten und deren Umfänge seien mit jenen hierzulande nicht zu vergleichen. „Wir haben zwei Mal pro Tag trainiert. Außerdem haben wir ein Testspiel gegen den Erstligaklub Lugano bestritten. Das ist ein komplett anderes Niveau, eine komplett andere Qualität als in Italien“, sagt March. Die Ergebnisse bei den letzten Weltmeisterschaften spiegeln das wider.

Ob der Südtiroler das Tryout erfolgreich abgeschlossen hat, weiß er noch nicht: „Nach einer Woche bin ich abgereist, da das Trainingslager mit der Nationalmannschaft anstand. Eine definitive Antwort habe ich noch nicht erhalten.“ Das hängt auch damit zusammen, dass Ticino nur wenige Spieler selbst unter Vertrag nimmt. Die restlichen Akteure werden von den zahlreichen Farmteams geholt. Daher werde die Entscheidung lange hinausgezögert, behauptet der 23-Jährige. „Die Trainer waren aber soweit zufrieden. Jetzt kann ich nur hoffen, dass sie mich nehmen.“

Sollte es damit nicht klappen, hat March einen Plan B parat. „Mein Anspruch ist es weiterhin, mindestens in der AlpsHL zu spielen.“ Bei welcher Mannschaft das sein wird, weiß jedoch selbst er (noch) nicht.

Autor: leo

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