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Der Pokalsieg könnte Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen zum nächsten Karrieresprung verhelfen. © Facebook/Mauricette Schnider

Wie 2 „Ex-Südtiroler“ die Schweizer Eishockey-Szene aufmischen

Ex-HC-Pustertal-Crack Philip-Michaël Devos und der frühere Eppan-Stürmer Jonathan Hazen haben wie viele ausländische Legionäre die höchste italienische Liga als Sprungbrett genützt. Jetzt winkt den beiden Kanadiern sogar ein Vertrag in der besten Spielklasse der Schweiz.

Als Devos und Hazen in der Saison 2014/2015 beim HC Pustertal bzw. HC Eppan anheuerten, stellten sie ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten sofort unter Beweis. Vor allem Devos spielte die damalige Serie A in Grund und Boden. In 49 Partien sammelte der mittlerweile 29-Jährige 113 Punkte. Hazen konnte in dieser Statistik mit 67 Zählern (44 Spiele) zwar nicht mithalten, schrammte dafür aber an einer Sensation vorbei. Mit den Piraten und einem blutjungen Gianluca Vallini im Tor musste er sich Asiago erst im letzten Viertelfinal-Spiel der Best-of-Seven-Serie geschlagen geben.

Ajoje schlägt zu
Die Leistungen der beiden Ausnahmestürmer blieben nicht unbemerkt und so wurden sie in der darauffolgenden Saison vom HC Ajoje verpflichtet. Das war soweit nichts Ungewöhnliches, schauen sich Vereine der zweitbesten Schweizer Liga doch gern in Italien um. Viel mehr beeindruckte, dass Hazen und Devos dort weiter machten, wo sie in Bruneck und Eppan aufgehört hatten.

Seit der Saison 2014/2015 findet man das kongeniale Duo immer unter den ersten 3 Positionen der Scorer-Wertung. Und trotzdem kam ein Engagement bei einem Klub in der höchsten Schweizer Spielklasse, der NLA, nie in Frage. Biels Sportidirektor Martin Steinegger sagte im Frühjahr 2017 über Devos etwa: „Er ist ein kompletter Spieler, aber ohne herausragende Eigenschaften.“
Wechsel zu Kostner-Klub?
In der Saison 2015/2016 gewannen der „Jura-Gretzky“ (Ajoje liegt im Kanton Jura, Anm. d. Red.) und Hazen die NLB, zum Aufstieg kam es aber nicht. Die Krönung folgte erst am Sonntag, als sich Ajoje gegen den großen HC Davos im Pokalfinale durchsetzte. In der Hauptrolle: Devos (1 Tor und 3 Assists) und Hazen (5 Vorlagen).

Spätestens jetzt dürfte auch der letzte NLA-Sportdirektor die Namen Devos und Hazen kennen. Und wie es scheint, hat das lange Warten ein Ende. Für die kommende Saison hat nämlich Ambri Piotta seine Fühler nach den beiden Kanadiern ausgestreckt. Ob es letztendlich tatsächlich zu einem Transfer ins Schweizer Eishockey-Oberhaus kommt, bleibt aber offen.


Autor: leo

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