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Tom Pokel stand am Montag gegen Schweden zum letzten Mal hinter der Bande (Foto IIHF) Alex Egger war Italiens Bester (IIHF) Marco Insam und Diego Kostner gehört die Zukunft (Foto Tonelli)

Italien steht wieder vor einem Neubeginn - ohne Tom Pokel

Die italienischen Eishockey-Nationalspieler kehren am Dienstagabend nach Hause zurück. Sie haben die Weltmeisterschaft in Weißrussland mit dem vierten Abstieg in Serie beendet. Nun gilt es nächstes Jahr bei der B-WM in Krakau von Neuem anzugreifen. Dann ohne Trainer Tom Pokel, der seinem Nachfolger aber eine intakte Mannschaft hinterlässt. So das Fazit.

Italien verabschiedet sich aus der A-Gruppe, in der Hoffnung eines baldigen Wiedersehens. Nach sechs Niederlagen in sieben WM-Spielen und obendrein auch noch der schlechtesten Offensive des gesamten Turniers wird es für die „Azzurri“ allerdings ein weiter, steiniger Weg zurück in den erlauchten Kreis der Eishockey-Elite. Dabei war in Minsk lange nicht alles schlecht, was die italienische Mannschaft aufs Eis gebracht hat.


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So etwa waren die Auftritte im penalty killing durchaus überzeugend. Zudem war über weite Strecken eine klare Linie im Spiel zu erkennen, der es häufig an der Abschlussstärke mangelte. Ins Rampenlicht spielten sich einige junge Spieler wie Markus Gander, der seiner 67 Saisonspiele mit Bozen zum Trotz nur so vor Energie sprühte, oder auch Schweiz-Legionär Diego Kostner und die Debütanten Alex Trivellato und Joachim Ramoser. Überzeugend waren auch Dan Tudin und Giulio Scandella. Den Fels in der Brandung gab allerdings einmal mehr Kapitän Alexander Egger, der mitunter überragend spielte und enorme Sicherheit ausstrahlte.


Flop

Neben der eingangs erwähnten Chancenverwertung fehlte es dem italienischen Team in den entscheidenden Momenten häufig an der richtigen Einstellung und Disziplin. Zahlreiche individuelle Schnitzer spielten dem Gegner in die Karten. Besonders fehleranfällig zeigte sich Verteidiger Trevor Johnson, aber auch Offensivkraft Vince Rocco. Auch von Dave Borrelli konnte man sich mehr erwarten. Er trat lediglich mit dem Treffer gegen Kanada in Erscheinung.


Was nun?

Nach dem vierten Abstieg binnen sechs Jahren bleibt die Basis im Blue Team zwar bestehen, doch wer gibt den Spielern künftig die Marschrichtung vor? Tom Pokel, der zwar den Abstieg und die verpasste Olympia-Quali nicht verhindern konnte, dafür wahrscheinlich aber das beste aus dem italienischen Kader herausgeholt hat, wird den HC Bozen und gleichzeitig auch das Nationalteam verlassen. Als heißester Anwärter auf die Nachfolge des US-Amerikaners gilt Asiago-Trainer John Parco. Hier ist das letzte Wort allerdings noch lange nicht gesprochen. Fakt ist: Dem neuen Auswahltrainer steht viel Arbeit bevor, um eine nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen und langfristig das Fahrstuhl-Image abzulegen.


Autor: sportnews

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