
Andrea Gios blieb die Wiederwahl verwehrt. © FISG
Nach zwölf Jahren: Andrea Gios muss seinen Platz räumen
Ein neuer Präsident des italienischen Eissportverbandes FISG ist am Samstag zwar nicht gewählt worden, dafür wurde aber der Wiederwahl des bisherigen Amtsinhabers ein Riegel vorgeschoben: Andrea Gios muss seinen Platz nach zwölf Jahren räumen.
25. Juli 2026
Von: nie
Seit 2014 stand der ehemalige Bürgermeister von Asiago an der Spitze der FISG. Da Gios bereits zum vierten Mal für das Amt des Verbandspräsidenten kandidierte, benötigte er bei der Wahlversammlung am Samstag in Bozen eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei den Stimmen (66,7 Prozent). Diese Marke verfehlte der 63-Jährige mit 63,9 Prozent knapp, womit seine Wiederwahl verhindert wurde.
Aufgrund der Tatsache, dass seine Herausforderer Tommaso Teofoli (21,01 Prozent), Walter Andriolo (10,74 Prozent) und Fabio Labia (2,38 Prozent) allesamt die für das Amt benötigte absolute Mehrheit von über 50 Prozent verfehlten, muss ein zweiter Wahlgang abgehalten werden. Das Datum wird noch vom Verbandsrat festgelegt. Eine Neuerung steht dahingehend aber schon fest: Da Gios im ersten Anlauf gescheitert ist, darf er sich nicht erneut zur Wahl aufstellen lassen. Bis sein Nachfolger gefunden wurde, bleibt er aber noch im Amt.
Gios stand trotz seiner Erfolge in der Kritik
Während der zwölfjährigen Amtszeit von Gios, der in Vergangenheit als Mittelstürmer für seinen Heimatverein Asiago und Italiens Nationalmannschaft auf Torjagd gegangen war, heimsten Italiens Eissportler bei Großereignissen unzählige Erfolge ein. Und trotzdem stand der 63-Jährige aufgrund seines diktatorischen Führungsstils immer wieder in der Kritik. Vor der Wahl in Bozen war ein Ende seiner Ära als Verbandspräsident daher durchaus ein realistisches Szenario.Profil bearbeiten
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