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Sam Harvey spielte groß auf. © Fredrik Sundvall / FotoINorr

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Sam Harvey spielte groß auf. © Fredrik Sundvall / FotoINorr

Niederlage in Lulea: Bozens Löwenherz wird nicht belohnt

Die Champions Hockey League (CHL) ist für den HCB Südtirol Alperia am Dienstagabend zu Ende gegangen. Trotz eines sehr guten Auftritts beim schwedischen Meister Lulea mussten die Foxes den Achtelfinal-Traum begraben. Jetzt können sich Daniel Frank & Co. voll auf die Meisterschaft konzentrieren.

Der HC Bozen mag aus der Königsklasse zwar ausgeschieden sein, die Mannschaft von Kurt Kleinendorst blickt aber dennoch auf ein gelungenes Europa-Abenteuer zurück. Zuerst der Last-Minute-Sieg bei Lukko Rauma, dann die Sensation gegen den tschechischen Meister Kometa Brno. Das Weiterkommen schien zum Greifen nahe. Die Heimniederlagen gegen den HK Mountfield und den ERC Ingolstadt erwiesen sich allerdings als fatal. Am Dienstagabend zeigten Brad McClure & Co. gegen den schwedischen Titelträger Lulea bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung nochmal ihren ganzen Charakter.


Die Ausgangssituation sprach nicht für die Füchse, die einen Sieg nach 60 Minuten benötigten – und das, obwohl mit Philip Samuelsson, Dylan Di Perna und Mark Barberio drei Verteidiger fehlten. Trotz dieser personellen Schieflage wussten die Weiß-Roten, die ein komplett anderes Gesicht als gegen Villach vor zwei Tagen an den Tag legten, zu überzeugen. Ja, die Schweden hatten mehr Spielanteile, mehr Torchancen und unter dem Strich den Sieg verdient. Mit Einsatz und großem Willen boten die Füchse dem scheinbar übermächtigen Gegner aber die Stirn.


Dass die Bozner bis zuletzt am Gegner dran waren – und anderthalb Minuten vor dem Ende durch Cole Schneider sogar den Ausgleich erzielten – war nicht zuletzt Sam Harvey zu verdanken. Der Kanadier erwischte einen wahren Sahnetag und brachte die Schweden mit seinen Paraden ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung. Als Mathias Brome 14 Sekunden nach dem Beginn der Overtime allein auf ihn zulief, war er aber machtlos. Der Puck schlug haargenau im Kreuzeck ein.

Für den HC Bozen wird es am Freitag in der Liga wieder ernst, wenn Fehervar in der Sparkasse Arena zu Gast ist (19.45 Uhr). Dann wollen Luca Frigo & Co. nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen in Serie wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

Die Höhepunkte

Fehler werden bestraftBrad McClure verliert in der 19. Minute hinter dem Tor den Puck, Mathias Brome hat bei seinem Pfostenschuss noch Pech, doch Eetu Koivistoinen ist zur Stelle und verwertet den Nachschuss.
Wieder KoivistoinenDavid Granberg kann aus dem Slot abziehen, Harvey pariert zunächst stark mit dem Beinschoner, doch Koivistoinen ist da und verwertet auch dieses Mal den Nachschuss.
Das Powerplay schlägt zuCristiano DiGiacinto legt nur kurz nach dem 0:2 sehenswert für Matt Bradley auf, der mit einem Direktschuss erfolgreich ist. Geht hier etwa noch was?
Unglaublich, diese BoznerIm Schlussdrittel hält Teufelskerl Harvey zahlreiche Hochkaräter der Schweden, ehe Shane Gersich loszieht, den Puck mit einer Drehung aufs Tor bringt und Cole Schneider eiskalt abstaubt. Der HCB lebt.
Bitteres EndeDie Verlängerung ist erst 14 Sekunden alt, als Brome nach einem einstudierten Spielzug allein auf Harvey zuläuft und diesen mit einem Schuss ins Kreuzeck bezwingt. Lulea holt sich damit den Extrapunkt.

Luleå – HC Bozen 3:2 n.V.

LHF: Lassinantti (Ward); Allard-Engsund, Hakansson-Gustafsson, Sjalin-Kotkansalo; Nurmi-Andreasson-Levtchi, Eriksson-O’Neil-Nedqvist, Granberg-Koivistoinen-Brome, Thomasson-Liedes-Ihs Wozniak.
Coach: Berglund

HCB: Harvey (Vallini); Miglioranzi-Seed, Misley-Gildon, Larcher-Valentine; Frigo-Mantenuto-DiGiacinto, Schneider-Gersich-McClure, Pollock-Bradley-Gazley, Brunner-Frank-Marchetti.
Coach: Kleinendorst

Tore: 1:0 Koivistoinen (18.13), 2:0 Koivistoinen (35.11), 2:1 Bradley (37.15), 2:2 Schneider (58.23), 3:2 Brome (60.14)

Zuschauer: 3018

Champions Hockey League:

Ilves Tampere – ZSC Lions 4:1
Sparta Prag – Grenoble 4:0
Frölunda HC – SC Bern 4:3
Storhamar Dragons – Fischtown Pnguins 2:1
Belfast – Brynäs 2:1

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