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Max Oberrauch spricht über seinen Abschied vom HCP. © Optic Rapid/I. Foppa

Oberrauch voller Tatendrang: „Habe weiterhin Lust zu spielen“

Max Oberrauch und der HC Pustertal gehen nach 16 intensiven Jahren getrennte Wege. Das Karriereende kommt für den noch immer hoch motivierten 37-Jährigen jedoch nicht in Frage.

Max Oberrauch hat im Pustertal eine Ära geprägt, im Dress der Wölfe 722 Partien bestritten und während dieser Zeit den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten gelehrt. 311 Treffer, dank denen er der Rekordtorschütze des Vereins ist, sind der Beleg dafür. Jede Geschichte, jedes Märchen hat jedoch sein Ende. So auch jenes des gebürtigen Klausners beim HCP.


Im SportNews-Interview erläutert Oberrauch die Gründe für den Abschied, erklärt, warum das Feuer noch immer in ihm lodert, verrät, wie seine Zukunft aussieht und blickt auf seine lange Karriere im Schwarz-Gelben Dress zurück.

Max Oberrauch, weshalb spielen Sie in der nächsten Saison nicht mehr beim HC Pustertal?

„Es ist eine schwierige Situation gewesen. Im Grunde wurde mir die Entscheidung abgenommen. Als ich von der Teilnahme an der ICE erfuhr, war mir klar, dass es eng werden würde. Ich habe mittlerweile ein gewisses Alter und kann mir das wegen der Arbeit und der Familie nicht mehr leisten. Wenn ich 25 Jahre alt wäre, würde ich ohne zu denken dabei sein. So aber kann ich es nur schwer mit meinen Pflichten verbinden, weil es doch ziemlich zeitaufwendiger als zum Beispiel in der Alps Hockey League wäre. Auf alle Fälle hat es jetzt so gepasst.“


Ist eine Fortsetzung der Karriere bei einem anderen Verein für Sie denkbar?

„Ja bestimmt. Ich fühle mich immer noch gut, habe keine Beschwerden und weiterhin Lust zu spielen. Eile, einen neuen Verein zu finden, jedoch auch nicht. Wo ich in der nächsten Saison spielen werde, weiß ich deshalb nicht. Ich muss einen Kompromiss eingehen, denn jeden Tag irgendwo zum Training hinzufahren, wäre nicht das, was ich mir wünsche.“


In einer Stellungnahme des HC Pustertal steht, Sie würden dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleiben. Können Sie schon was Konkretes verraten?

„Das Eishockey lässt mich einfach nicht los. Aber ich weiß nicht genau, wie meine Zukunft beim HCP aussehen wird. Wenn sie mich brauchen, versuche ich sie bestmöglich zu unterstützen. Ich weiß noch nicht, welche meine Aufgabe sein sollte. Jedenfalls bin ich für alles offen.“


Anderes Thema: Die vergangene Saison war Ihre letzte im HCP-Dress. Ist eine große Abschiedsfeier geplant?

„Ich weiß nicht genau, was oder ob der Verein etwas vor hat. Ich wäre ihnen (den Verantwortlichen, Anm. d. Red.) jedenfalls nicht böse, wenn sie nichts machen würden. Auch weil andere Spieler Vorrang hätten. Ich denke da an einen Armin Helfer. Es ist nicht meine Entscheidung, aber natürlich wäre es eine schöne Anerkennung. Sich in einem vollen Stadion von den Fans zu verabschieden, hätte schon was.“


Letzte Frage: Wenn Sie auf ihre Karriere beim HCP zurückblicken, auf was sind Sie am meisten stolz oder welchen Moment behalten Sie für immer in Erinnerung?

„Einen speziellen Moment herauszusuchen, ist schwer. Ich verabschiede mich mit tollen Erinnerungen und bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Natürlich hatte ich das große Ziel, mit den Wölfen irgendwann die Meisterschaft zu gewinnen. Leider hat es nie geklappt und wir wurden zumeist nur Meister der Herzen. Ich kann jedoch sagen, dass ich immer mein Bestes für den Verein gegeben und es genossen habe, vor diesen Fans zu spielen.“

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