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© Max Pattis/Optic Rapid, I. Foppa

Overtime | Das Märchen und die Gruselgeschichte

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute unweigerlich im Fokus: Die märchenhafte Geschichte der Rittner Buam und der Albtraum des HC Pustertal.

Die Aufsteiger
Rittner Buam


Wer hätte das gedacht? Die Rittner Buam stehen im Finale der Italienmeisterschaft – und haben auf dem Weg dorthin den großen HC Pustertal zu Fall gebracht. Dabei hatten viele die Buam nach dem wackligen Saisonstart und der 0:9-Klatsche gegen die Red Bull Juniors schon abgeschrieben. Von wegen! Sie fanden, angeführt von einem überragenden Goalie Hannes Treibenreif, langsam in den Rhythmus, setzten mit Erfolgen gegen den HC Pustertal, Salzburg und Feldkirch erste Ausrufezeichen. Eine Siegesserie verlieh der Mannschaft von Santeri Heiskanen dann das nötige Selbstvertrauen, um in der Best-of-Three-Serie gegen die Wölfe bestehen zu können.

Was in den drei Spielen dann passierte, kann durchaus als Wunder bezeichnet werden. Mit nur 3 Legionären, wobei Goalie Luke Cavallin nie und MacGregor Sharp lediglich im entscheidenden Spiel zum Einsatz kam, rangen Simon Kostner & Co. die Schwarzgelben nieder. Einsatz, Können, Erfahrung und nicht zuletzt etwas Glück haben dazu beigetragen. Selbst wenn die Buam den Titel gegen Asiago nicht gewinnen sollten, wird diese Leistung ewig in ihren Köpfen eingebrannt sein. Und das ist manchmal auch mehr Wert als der tatsächliche Sieg.

Der Absteiger
HC Pustertal

Nicht schon wieder! Das haben sich am Samstagabend wohl alle HCP-Fans gedacht. Mit gutem Grund. Denn die Wölfe hatten in der Serie alle Trümpfe in der Hand. Sie scheiterten weder an der Klasse des Gegners, noch am sensationellen Treibenreif. Vielmehr war es das eigene Unvermögen, das den Ausschlag zuungunsten des Favoriten gab.

Denn sowohl in der ersten Begegnung, als die Wölfe das Spiel schon früh hätten entscheiden müssen, als auch in der dritten Partie blieb die Basile-Truppe in der Chancenauswertung vieles schuldig. Dass ausgerechnet die Leistungsträger in der Serie nicht ihr ganzes Potential ausschöpften, trug zur Sache bei. Und wenn alles zusammenkommt, was zusammenkommen kann, kommt ein solches Ergebnis zustande: Eine Serie, die nie und nimmer hätte verloren gehen dürfen, ging verloren. Jetzt bleibt Max Oberrauch & Co. noch die AlpsHL, um sich bestmöglich aus dem altehrwürdigen Rienzstadion zu verabschieden. Die Qualität, diese zu gewinnen, haben sie allemal.

Autor: leo

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