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Ivan Althuber (links) ist aufgestiegen, der HC Meran abgestiegen. © Optic Rapid/Iwan Foppa & HCM/Omega

Overtime | Der stille Wolf und zahme Adler

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Pustertals unerwarteter Torjäger und zahme Meraner Adler.

Der Aufsteiger
Ivan Althuber (HC Pustertal)


Der HC Pustertal ist dafür bekannt, dass sich die Verteidiger nicht nur aufs Rustikale und dem Verteidigen des eigenen Tores konzentrieren, sondern sich immer wieder in das offensive Spiel einbringen. Der kürzlich zurückgetretene Armin Helfer und Kapitän Armin Hofer haben diese Mentalität jahrelang vorgelebt – und offensichtlich auch weitergegeben. Denn mit Ivan Althuber kann die Basile-Truppe neben Daniel Glira auf einen weiteren torgefährlichen Verteidiger zählen.

Der 26-Jährige verfügt nicht über den Schuss eines Armin Hofer, nicht über die technische Raffinesse eines Armin Helfer, dafür aber über einen äußerst feinen Torriecher. Er begleitet die Angriffe seiner Vorderleute, ist oft tief im gegnerischen Drittel anzutreffen, findet sich deshalb in aussichtsreicher Position wieder und kommt so zu vielen Torchancen, die er stets verwertet. Das Ergebnis? In den letzten vier Partien sind dem 1,88-Meter-Hünen vier Tore geglückt, die sich gegen den HC Gherdëina (5:4) und den Rittner Buam (5:3) als spielentscheidend erwiesen. Diese Torgefährlichkeit gepaart mit seinem souveränen Auftreten in der Defensive machen Althuber zu einem unverzichtbaren Baustein im zurzeit perfekt funktionierenden HCP-Konstrukt.

Der Absteiger
HC Meran (IHL)

Eines vorneweg: Als der HC Meran die Abgänge von Brian Ihnachack, John Carpino und Mitch Nardi Mitte Dezember bekanntgab, war mit einem Leistungsabfall der Mannschaft zu rechnen. Dass die Adler allerdings drei der letzten vier Begegnungen verlieren – das konnte man nicht erwarten, zumal die Qualität des Kaders trotz der genannten Abgänge mit einem Christian Borgatello, Thomas Tragust oder Luca Ansoldi im Ligavergleich sehr hoch ist.

Gegen Fiemme, Pergine und zuletzt bei der 0:5-Klatsche in Varese offenbarten die Kurstädter, die vor dem Jahreswechsel mit dem Engagement des langjährigen Trainers Doug McKay aufhorchen haben lassen, jedoch eklatante Schwächen. Die Kompaktheit in der Defensive ist futsch, die Torgefährlichkeit auch. Wegen der drei Niederlagen hat der große Titelfavorit in der Tabelle viele Teams vorbeiziehen lassen müssen. Jetzt gilt es, schnellstmöglich die Topform wiederzufinden, stehen doch noch sechs Partien im Januar an. Angesichts der Klasse der einzelnen Akteure sollte die Kehrtwende klappen.

Autor: leo

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