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Grafik: A. Delvai © Optic Rapid/I. Foppa

Overtime | Urlaubsverweigerer und Neinsager

Pünktlich zur Wochenmitte liefern wir in unserer „Overtime“-Rubrik wieder die Auf- und Absteiger der zurückliegenden sieben Eishockey-Tage. Dabei dreht sich dieses Mal alles um die Verweigerer: jene, die sich in der Alps Hockey League gegen einen verfrühten Sommerurlaub wehren und diejenigen, die den Planungen des HC Bozen einen Strich durch die Rechnung machten.

Die Aufsteiger
Alle Südtiroler Vereine der Alps Hockey League


Der HC Pustertal, die Rittner Buam, der HC Gherdëina und die Wipptal Broncos – sie alle sind mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen in die Saison gestartet, hatten im Verlauf des Grunddurchgangs allesamt mit kleineren und größeren Widrigkeiten zu kämpfen und dennoch: Alle 4 gehen in die K.o.-Phase.

Bei den Wölfen wussten längst nicht alle Kaderspieler zu überzeugen, dennoch sind sie eines der Spitzenteams der Liga und neuerlich ein Kandidat fürs Endspiel – mindestens. Die Rittner Buam haben unter Neo-Coach Santeri Heiskanen einen Kaderumbruch und zugleich einen Sparkurs eingeläutet, und trotzdem haben sie es als Siebter wieder in die obere Tabellenhälfte geschafft. Neben Ritten stehen 2 weitere Südtiroler Teams in den Pre-Playoffs: Gröden, das trotz fehlender Konstanz und einem Trainerwechsel tolle Spiele ablieferte, und die Broncos, die dem Chaos rund um den Halleneinsturz in Sterzing trotzten und sich ebenfalls vorzeitig für die nächste Saisonphase qualifizieren konnten.

Die Absteiger
Teile der ICE Hockey League

Es ist Playoff-Zeit, da setzt jeder Klub alle erdenklichen Hebel in Bewegung, um den maximalen Erfolg einzufahren und den Gegnern ein Schnippchen zu schlagen. Doch wir finden: Was sich vergangene Woche in der ICE Hockey League abgespielt hat, hat mit sportlicher Rivalität nichts zu tun. Vielmehr verhinderten Egomanen eine Entscheidung, die eigentlich niemanden stören hätte dürfen. Die Rede ist vom Verbot für Bratislava und Bozen, ihr Playoff-Programm der enormen Distanz zwischen beiden Städten anzupassen.

Bereits im Vorfeld des Playoff-Picks wurde die Idee, Heimrecht und Spieltermin in den Playoffs variabel auszurichten, gutgeheißen. Doch nachdem die Foxes die Capitals aus der Slowakei als Viertelfinalgegner gewählt hatten und sich beide Teams sofort auf Änderungen im Spielprogramm geeinigt hatten, kam plötzlich das Veto mindestens eines Ligarivalen. Dieser stellte sich quer und zwang die Ligaspitze dadurch, dem Vorschlag, zunächst jeweils zwei Heimspiele in Serie auszutragen, eine Absage zu erteilen. Ob sich dadurch jemand wegen einer Auswärtsfahrt mehr beim Gegner einen Vorteil in einem möglichen Halbfinale erhofft, ist schleierhaft. Fest steht: Zur Verbesserung des Klimas zwischen den ICE-Teilnehmern, das seit der ausgebliebenen Feldkirch-Aufnahme ohnehin angespannt ist, hat dies wahrlich nicht beigetragen.


Autor: fop

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