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Kevin Boyle (links) ist der Aufsteiger, Ville Korhonen der Absteiger. © Valentina Gallina/Andreas Senoner

Overtime | Von Auferstandenen und Untergegangenen

Obwohl die letzte Eishockey-Woche erneut Magerkost bot, hat die SportNews-Redaktion keine Mühen gescheut, passende Auf- und Absteiger für die neue Overtime zu finden.

Der Aufsteiger
Kevin Boyle (HC Bozen)


Kevin Boyle, Aufsteiger der Woche. Was vor wenigen Wochen unmöglich schien, ist tatsächlich eingetroffen: Der von Fans, Medien und sogar den eigenen Coaches teils stark (und zurecht) kritisierte Schlussmann der Foxes befindet sich eindeutig im Aufwind. Das hat nicht zuletzt der knappe, viel umjubelte 2:1-Overtime-Sieg bei den Vienna Capitals bewiesen.

Der US-Amerikaner mit NHL-Erfahrung half seinen Vorderleuten in Wien-Kagran mehrmals aus der Patsche und führte den HCB so zum unverhofften Erfolg. Wer seinem Gegner nämlich sieben Powerplays in einem Spiel schenkt, gewinnt normalerweise keinen Blumenstrauß. Nicht in der ICE Hockey League. Vor allem eines fiel auf: Offenbarte Boyle in den ersten Monaten seines Foxes-Engagements bei verdeckten Schüssen noch große Schwächen, so fand er zuletzt immer einen Weg, diese zu parieren. Auch die vielen Abpraller, die sein Spiel ja fast schon charakterisierten, sind deutlich weniger geworden. Ob Bozens etatmäßige Nummer 1 dadurch den internen Konkurrenzkampf mit Justin Fazio endgültig für sich entschieden hat, ist ungewiss. Fest steht aber, dass der HCB sich nun (endlich) auf einen Kevin Boyle verlassen kann, der langsam aber sicher die Vorschusslorbeeren bestätigt.

Der Absteiger
Ville Korhonen (HC Gherdëina)

15 Tore, 22 Assists, 37 Punkte – und das in 26 Spielen. Führt man sich die Statistiken von Ville Korhonen vor Augen, könnte man bilanzieren: Da ist der Vereinsführung des HC Gherdëina doch ein Transfercoup gelungen. Auf den zweiten Blick wird klar: Der Finne hat nach einem guten Saisonstart zuletzt stark abgebaut – und kann nicht mal ansatzweise das von Matt Wilkins aufgerissene Loch stopfen.

Die HCG-Fans wussten, dass es unmöglich werden würde, den Kanadier, der im Sommer zum EHC Winterthur in die zweite Schweizer Spielklasse wechselte, adäquat zu ersetzen. Mit der Verpflichtung von Korhonen erhoffte man sich dennoch, einen erfahrenen Knipser an Land gezogen zu haben, der für die wichtigen Tore sorgt. Wurden diese Hoffnungen zu Beginn der Saison noch erfüllt, so ist inzwischen Ernüchterung eingekehrt. Der 34-Jährige hat in den letzten neun Partien lediglich einmal ins Schwarze getroffen, obwohl er mit Ausnahmekönner Brad McGowan in einer Linie spielt. Das ist zu wenig, um über andere Defizite, wie die Eislaufschwäche, hinwegzutäuschen. Die Hoffnung des HCG muss es sein, dass Korhonen schon bald wieder an die Form des Herbstes anknüpft, sonst könnte es im Kampf um die Playoffs unangenehm werden.

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