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Markus Gander (links) ist der Aufsteiger, Greg Ireland der Absteiger. © Martin Schaller / HCB

Overtime | Von Haudegen und Horrorbilanzen

Die neue SportNews-Overtime richtet ihren Fokus auf zwei Schiffskapitäne, die ihr Boot auf unterschiedliche Art und Weise durch die wilden Eishockey-Gewässer führen.

Der Aufsteiger
Markus Gander (Wipptal Broncos)


32 Jahre sind gar nichts. Genau das wird sich auch Markus Gander denken, wenn er Woche für Woche zahlreichen Jungspunden gegenübersteht. Denn der frühere HCB-Crack ist ligaweit trotz seines Alters immer noch einer der besten heimischen Stürmer. Und gleichzeitig eine Garantie, die ihre Wipptal Broncos in die Pre-Playoffs führt.

Zwar waren Ganders Leistungen zuletzt schwankender als noch zu Beginn der Saison, am letzten Samstag stellte der Sterzinger beim 3:1-Sieg gegen das KAC Future Team aber wieder seine Qualitäten unter Beweis. Beim 1:0 ließ Gander die gegnerische Hintermannschaft wie Slalomstangen stehen und traf sehenswert mit der Rückhand, beim 1:2 leitete er den Angriff nicht nur ein, sondern schloss diesen auch ab, ehe er beim letzten Treffer von Tobias Kofler noch einen Assist gab. Dadurch schraubte er sein Punktekonto auf 34 hoch – nur Michael Sullmann und Luca Ansoldi (jeweils 35) haben aus Südtiroler Sicht mehr Zähler gesammelt. Viel wichtiger als die eigenen Statistiken ist aber der Umstand, dass Gander seinen Heimatverein nicht zuletzt dank seiner großen Klasse klar in Richtung Pre-Playoffs chauffiert.

Der Absteiger
Greg Ireland (HC Bozen)

Nein, so hat sich Greg Ireland seine Rückkehr zum HCB Südtirol Alperia bestimmt nicht vorgestellt. Der Kanadier sollte seit seinem Amtstritt am 11. Dezember den angezählten Foxes zu altem Glanz verhelfen, sie nach einem durchwachsenen Saisonstart wieder zu einem Spitzenteam formen. Über zwei Monate danach kann festgehalten werden: Ireland hat – so fürchterlich es auch klingt – bisher dabei versagt.

Klar, „versagen“ ist ein großes Wort und die Saison längst nicht fertig. Ein genauerer Blick auf die Zahlen lässt jedoch einfach keine andere Schlussfolgerung zu. Insgesamt haben die Foxes – lässt man die beiden strafverifizierten Spiele außen vor – unter Ireland 19 Partien bestritten und dabei 27 Punkte gesammelt. Das ergibt einen Punkteschnitt von gerade Mal 1,42. Damit lägen die Weiß-Roten über die ganze Saison gesehen sogar unter dem Strich. Die Bilanz seines Vorgängers Doug Mason sieht mit 33 Zählern aus 20 Partien (1,65 im Schnitt) demgegenüber deutlich besser aus. Doch es sind nicht nur die nackten Zahlen, die nachdenklich stimmen. Vielmehr sind es die Leistungen an sich, die einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft unmöglich machen.

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