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Rittens Goalie Jacob Smith (links) ist im Hoch, die Eppaner Piraten im Tief. © Max Pattis / HC Eppan

Overtime | Von Katzen und sinkenden Piraten

Die letzte SportNews-Overtime des Jahres 2021 widmet sich einem Akteur, der seinen Sonderstatus untermauert, und einem Team, das von einer Niederlage zur nächsten regelrecht torkelt.


Der Aufsteiger
Jacob Smith (Rittner Buam)

Im ansonsten ruhigen Alps-Hockey-League-Sommer war der Wechsel von Jacob, genannt Jake Smith, vom HC Gherdëina zu den Rittner Buam einer der aufsehenerregendsten Transfers. Nicht nur weil Wechsel zwischen diesen beiden Vereinen eine echte Rarität darstellen. Mit Hannes Treibenreif hätten die Buam ihren Einsergoalie nämlich schon gehabt, der 24-Jährige wollte aus Arbeitsgründen allerdings kürzer treten, weswegen die Vereinsführung Smith engagierte.

Dessen Zahlen sind in den ersten 25 Spielen beeindruckend. 17 Mal stand Smith von Beginn an zwischen den Pfosten, dabei entschärfte er 92,9 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor zuflogen, und garnierte diese Werte zudem mit vier Shutouts – die letzten beiden in der abgelaufenen Woche gegen den EHC Lustenau und die Wipptal Broncos. Dass der Italo-Kanadier dazwischen gegen Jesenice und Asiago vorzeitig vom Eis musste, ist nur ein kleiner Schönheitsfleck. In der laufenden Saison bestätigt Smith das, was unbestreitbar ist: Mit seinem athletischen Stil, der wegen der unglaublichen Reflexe katzenartig bezeichnet werden kann, gehört er seit Jahren zu den besten Goalies der AlpsHL.

Der Absteiger
HC Eppan (IHL)

Die erste SportNews-Overtime dieser Spielzeit hatten wir mit einer Metapher aus dem Comic Asterix und Obelix eröffnet. Die letzte dieses Jahres beenden wir ebenfalls mit einer solchen. Diesmal steht nicht der HC Meran im Mittelpunkt, sondern die Piraten aus Eppan.

Diese haben von 16 Spielen lediglich eines gewonnen und stehen mit gerade einmal sechs Punkten abgeschlagen am Tabellenende der Italian Hockey League. Dabei wurde im Sommer mit Johan Åkerman ein echter Star für die Trainerbank verpflichtet. Zudem kam Daniel Arnost von den Falcons Brixen. Bisher haben diese Entscheidungen jedoch nicht gefruchtet, im Gegenteil. Man ist geneigt zu sagen, die Eppaner Piraten sind wie jene im französischen Comic, die stets ein Unheil ereilt, wenn sie dabei sind, sich ein neues Schiff zu erkämpfen. Denn auch Maximilian von Payr & Co. sind in fast keinem Spiel chancenlos unterlegen und schöpfen zwischendurch Hoffnung, letztendlich reicht es aber quasi nie zum Sieg. Und so sinken sie von Spieltag zu Spieltag tiefer in die Krise. Eine Kehrtwende ist zurzeit nicht in Sicht.

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