h Eishockey

© Antonello/Gaiser

Overtime | Von kitschigen Jubiläen und höflichen Piraten

Die neue SportNews-Overtime ist da – und damit auch die Auf- und Absteiger der vergangenen Eishockey-Woche. Heute im Fokus: Das bilderbuchhafte Jubiläum des Daniel Frank und Eppaner Piraten, die höflich anstatt furchteinflößend auftreten.

Der Aufsteiger
Daniel Frank (HC Bozen)

Erst 26 Jahre alt – und dennoch eine Vereinsikone. Das ist Daniel Frank. Mag dieser Begriff auf den ersten Blick etwas hochgegriffen wirken, so passt er bei genauerer Betrachtung wie die Faust aufs Auge. Denn Daniel Frank ist mehr als nur ein Spieler des HCB Südtirol Alperia. Er ist Publikumsliebling, Aushängeschild, ja fast eine Institution.

Am Sonntag hat der Meraner die 400 Spiele vollgemacht – und sein Jubiläum, für das er vor dem Spiel ausgezeichnet wurde, mit einem Treffer gefeiert. Überhaupt spielt Frank mit 18 Scorerpunkten in 32 Spielen die beste Saison seiner Karriere. Er ist nicht nur wegen seines großen Einsatzes, seinen kämpferischen Fähigkeiten und seiner körperlichen Präsenz zu einem unverzichtbaren Baustein im HCB-Konstrukt geworden, sondern auch aufgrund der dazu gewonnenen Torgefährlichkeit. Dabei schienen sich die Wege des Stürmers und der Foxes im Sommer 2019 nach langen Vertragsverhandlungen zu trennen. Erst in letzter Sekunde stattete Dieter Knoll Frank mit einem Arbeitspapier aus. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellte. Denn Jubilar Daniel Frank ist so gut wie noch nie.

Die Absteiger
HC Eppan

Als der HC Eppan die Verpflichtungen von Marc-Olivier Vallerand und Robert Dowd Anfang Oktober kommunizierte, rieben sich viele Experten verdutzt die Augen. Zurecht, würden doch der Kanadier mit HCB-Vergangenheit und der englische Nationalspieler sogar in der Alps Hockey League zu den besseren Legionären gehören. Plötzlich musste man die jungen Piraten auf dem Zettel haben. Die Hoffnung, dass die Überetscher im Konzert der Großen mitspielen können, verflog jedoch genauso schnell wie sie gekommen war.

Denn Eppan ziert nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen das Tabellenende. Einen Hauptverantwortlichen dafür auszumachen, ist nicht angebracht. Dass Dowd (11 Punkte in 9 Spielen) und Vallerand (10 Punkte in 7 Spielen) jedoch nicht das leisten, wozu sie eigentlich in der Lage wären, steht außer Frage. Zudem wiegt der Abgang des langjährigen Einsergoalies Simone Peiti schwer. All diese Faktoren führen dazu, dass die höflichen Piraten unsere Absteiger der Woche sind.

Autor: sn

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210