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Die Auf- und Absteiger der Saison. © Andreas Senoner/Falcons Brixen

Overtime | Von Scharfschützen und Schießbuden

Ein Stürmer, auf dessen Schultern die Last eines ganzen Vereins liegt, und ein Verein, der zur Schießbude der Liga mutiert. Die neue SportNews-Overtime ist samt ihren Auf- und Absteigern wieder da.

Der Aufsteiger
Brad McGowan (HC Gherdëina)


Brad McGowan ist der beste Stürmer der Alps Hockey League. Da gibt es keine zwei Meinungen. Der 31-Jährige führt die Scorerwertung in dieser Spielzeit zwar nicht an, ist aber jener Akteur, von dem die größte Gefahr ausgeht – und gleichzeitig der Hauptgrund, warum der HC Gherdëina an der Spitze der Qualification Round B thront.

30 Spiele, 27 Tore: Die Zahlen des Centers suchen wie schon in den letzten zwei Saisonen, in denen er mit seinem kongenialen Sturmpartner Matt Wilkins die Liga in Grund und Boden schoss, ihresgleichen. Und sind noch beeindruckender, wenn man sich eine Statistik vor Augen führt: In den ersten zehn Saisonspielen traf der Mann aus Vancouver nur zwei Mal (!) ins Schwarze. Woran das lag? Einerseits am fragwürdigen System des damaligen Trainers Hannu Järvenpää, andererseits aber auch am (noch immer) nicht perfekten Zusammenspiel mit Ville Korhonen.

Ab November zündete McGowan dann aber den Turbo und führte im Zusammenspiel mit Goalie Colin Furlong den HCG bis auf den zwischenzeitlichen fünften Rang. Zwar schafften es die Furie – auch aufgrund großer Verletzungssorgen – nicht in die Master Round, der Kanadier trug daran aber keine Schuld. Acht Tore in den letzten vier Spielen sind der Beleg seiner überragenden Form und zugleich ein Warnzeichen an die Konkurrenz. Man könnte McGowan, benannt nach dem Film von Clint Eastwood, glatt den American Sniper nennen.

Der Absteiger
Falcons Brixen

2:13. Wie bitte? Was sich nach einem U13-Spiel des HC Pustertal gegen Chiavenna anhört, hat sich am Samstag tatsächlich in der Italian Hockey League (IHL) abgespielt. Die Protagonisten: Die Falcons Brixen, die das Unheil über sich ergehen lassen mussten, und Varese.

Okay, der letzte Sieg der Falcons Brixen ist schon über zwei Monate her. Verletzungssorgen und prominente Abgänge haben die Bischofstädter zusätzlich geschwächt. Aber 2:13? Was der Mannschaft von Alex Gschließer beim Heimspiel gegen die Mastini widerfahren ist, ist unerklärlich. Allein im Mittelabschnitt bekamen Michael Purdeller & Co. neun Treffer eingeschenkt. Dabei hatte Varese zuletzt nicht unbedingt geglänzt: Gegen Como und den Toblach Icebears setzte es zuletzt eine 2:5- und 3:6-Niederlage. Die Hausherren legten allerdings einen erschreckenden Auftritt hin, feuerten nur 22 Schüsse auf des Gegners Tor ab und kassierten die elfte Niederlage in Folge. Das Ziel, sich über die Qualification Round in die Playoffs zu retten, ist unerreichbar. In den letzten vier Partien der Saison geht es alleine um Schadenbegrenzung.

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