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Roland Ramoser war langjähriger Kapitän der italienischen Nationalmannschaft (Pattis)

Ramoser ist „vom Aufstieg Italiens überzeugt“

Er stand bei 13 Weltmeisterschaften der Gruppe A und vier der Gruppe B auf dem Eis, nun drückt Rolly Ramoser seinen ehemaligen Mannschaftskollegen von zu Hause aus die Daumen.

Inzwischen hat der 38-Jährige aus Oberbozen die Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt, allerdings stand er noch vor zwölf Monaten bei der Weltmeisterschaft in Deutschland als Kapitän der „Azzurri“ auf dem Eis. Damals ist Italien aus der Weltgruppe abgestiegen. Bei der WM der I. Division will das Team von Nationaltrainer Rick Cornacchia jetzt den sofortigen Wiederaufstieg perfekt machen. Ramoser glaubt an die Chance: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die italienische Mannschaft den Aufstieg schafft. Nach dem unglücklichen Abstieg im vergangenen Jahr wurde ein neues Team aus guten einheimischen Spielern, erfahrenen Italos und bärenstarken Torhütern geformt.“

Nach zwei schmeichelhaften Siegen gegen Spanien und die Niederlande trifft das „Blue Team“ am Mittwochabend um 19.30 (live Rai Sport) auf Underdog Südkorea, alles andere als ein hoher Sieg wäre dabei eine faustdicke Überraschung. Vielmehr richtet sich der Fokus auf das wohl entscheidende Spiel am Samstag gegen Gastgeber Ungarn. „Das Spiel hat zweifelsfrei Final-Charakter. Auch wenn die Italiener bislang wahrlich nicht spektakulär gespielt haben, sehe ich sie am Samstag in der Favoritenrolle. Sie müssen allerdings auf der Hut sein, denn Ungarn verfügt über viele erfahrene Spieler, die in der österreichischen Liga ihr Geld verdienen.“, so der ehemalige DEL-Spieler.

Entscheidend wird sein, wie sehr sich die Cornacchia-Schützlinge von der aufgeheizten Stimmung im Budapester Stadion beeinflussen lassen werden. „Es wird sicherlich eine einzigartige Atmosphäre herrschen. Die Ungarn tragen vor heimischem Publikum allerdings einen großen Druck auf ihren Schultern, während sich die „Azzurri“ von der Stimmung tragen lassen können. Ich bin gespannt wie sich das Spiel entwickeln wird. Die Voraussetzung sprechen jedenfalls für einen richtigen Eishockey-Leckerbissen.“

Autor: sportnews