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Spielen Neumarkt, Meran, Sterzing und Co. künftig in Österreich?

Revolution in der Serie A2

Mehr Zuschauer, größeres Interesse am Eishockeysport und höhere Werbeeinnahmen. Das sind die drei Hauptziele, die sich die italienischen Vereine unlängst gesetzt haben. Während in der Serie A vieles beim alten bleiben sollen, machen die Zweitligisten jetzt ernst und suchen den Weg ins Ausland.

Am vergangenen Samstag haben sich die Serie-A-Klubs, anlässlich der eigens einberufenen Lega-Sitzung, auf einen mehrjährigen Plan verständigt. Dieser beinhaltet die Förderung einheimischer Nachwuchskräfte und die Reduzierung der Transferkartenspieler. In den kommenden beiden Jahren sollen je fünf Ausländer pro Team erlaubt sein, ab der Saison 2015/16 dann nur mehr deren vier.


Die Serie A2 wagt den großen Schritt

Die bedeutenden Neuigkeiten kommen allerdings aus der zweiten Liga, wo die Vereine einstimmig beschlossen haben, einen neuen Weg einzuschlagen. Die Klubvertreter haben um ein Treffen mit dem italienischen Eissportverband gebeten, um für die Freistellung für eine internationale Liga anzufragen. Bereits kommende Saison wollen sie sich mit Mannschaften aus den umliegenden Ländern messen und ihren Aktivitäten, im zumeist ländlichen Raum, neue Impulse setzen.


Die INL ist das Ziel

Die Klubbosse haben da bereits genaue Pläne: Sie wollen sich der österreichischen Inter-National-Liga anschließen. Dort spielen neben den Vorarlberger Teams Bregenzerwald, Feldkirch und Lustenau, sowie Zell am See auch die slowenischen Vertreter HK Slavija Lubjana und HK Triglav Kanj. Demnächst sollen auch noch Kitzbühel und drei weitere Mannschaften aus Slowenien dazukommen. Insgesamt würde die neue INL, mit den Serie-A2-Vereinen, dann 16 Teams umfassen. Auch eine Meisterschaftsformel läge bereits parat: Nach einer Hin- und Rückrunde, werden in einer einwöchigen Playoff-Phase die Meister der einzelnen Länder ermittelt, bevor die INL-Saison mit dem Achtelfinale fortgesetzt wird.


Warten auf die Entscheidung der FISG

Als einziges Hindernis für den revolutionären Schritt könnte sich der italienische Eissportverband (FISG) erweisen, zumal dieser ähnlichen Vorhaben in Vergangenheit stets den Riegel vorgeschoben hat. Der Druck auf die Verbandsspitze geht diesmal allerdings nicht von einem oder zwei Vereinen aus, sondern von einer gesamten Liga. Zumal sich diese in den Planungen bisher äußerst geschlossen und zielbewusst zeigt. Solange keine definitiven Entscheidungen gefällt sind, will der Serie-A2-Meister HC Eppan auch noch nicht seine Ligazugehörigkeit wählen. Soviel sickerte bereits jetzt, unmittelbar nach dem Lega-Treffen in Verona, durch.


Autor: sportnews

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