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Rob Wilson (links) mit seinem Ice-Tigers-Kapitän Patrick Reimer

Rob Wilson: Eine Rückkehr im großen Stil

Mit den Rittner Buam schrieb er 2014 Geschichte, als er die Italienmeisterschaft erstmals aufs Hochplateau holte. Heute kann dieser Erfolg getrost als der Grundstein für den darauf folgenden Karriereaufstieg angesehen werden. Seit der letzten Saison ist Rob Wilson nämlich Cheftrainer der Nürnberger Ice Tigers, mit denen er in seiner Premieren-Saison bis ins Halbfinale der DEL-Play-Offs vorgedrungen ist. Dieser Tage hält sich der gebürtige Kanadier in Neumarkt auf, wo er mit seinem Team den DolomitenCup bestreitet. SportNews hat mit ihm kurz gesprochen.

Bevor Wilson in der höchsten deutschen Eishockeyliga den großen Karrieresprung machte, war er für zwei Teams in Italien tätig: Zuerst bei Neumarkt, dann bei Ritten, wobei seine Leistungen bei weitem nicht immer nur positive Kritik ernteten. Der 48-Jährige gab die Antwort darauf in seiner eigenen Sprache und holte mit Ritten den Meistertitel. Danach begann das Abenteuer DEL.

„Es ist immer schön, nach Italien zurückzukehren, insbesondere nach Neumarkt, wo ich zwei sehr intensive Jahre erlebt habe“, so Wilson. „Die Kritiken habe ich natürlich nicht vergessen, doch sowohl in den Spielzeiten in Neumarkt als auch in der ersten Saison auf dem Ritten waren wir nicht gerade vom Glück verfolgt. In den entscheidenden Momenten suchten uns stets Verletzungsmiseren heim, deshalb war es schwierig, einen Titel zu holen. Zum Glück blieben in meiner zweiten und letzten Ritten-Saison alle wichtigen Stützen des Teams gesund. Daraufhin haben wir alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – und die Kritiker verstummten.“


„Harte Arbeit zahlt sich aus – und zwar immer“

Ausgerechnet Wilsons letzte Ritten-Saison war fundamental für den großen Karriere-Sprung in die DEL. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten in Straubing startete er bei den Ice Tigers in Nürnberg so richtig durch. „Italien war das Sprungbrett meiner Karriere, dafür werde ich den beiden Klubs stets dankbar sein“, so der Kanadier. „Die DEL ist natürlich eine ganz andere Eishockey-Dimension, das Grundkonzept ist aber stets dasselbe: Wenn die Vereinsverantwortlichen an dich glauben, wie es beispielsweise Thomas Rottensteiner bei Ritten tat, dann werden auch die Resultate kommen.“

Nach dem Halbfinale vom Vorjahr müssen und wollen sich die Ice Tigers auch im kommenden Winter beweisen. Für Trainer Rob Wilson weniger ein Druckgefühl, sondern vielmehr ein neuer Anreiz, sich weiter zu verbessern. „Den Druck, das Vorjahresergebnis zu wiederholen, den gibt es nicht. Die Lust, den Willen dafür dagegen schon.“



Autor: sportnews

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