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Thomas Tragust wird weiter bei den Wölfen zwischen den Pfosten stehen (Foto: I. Foppa)

Thomas Tragust wird sesshaft: „Bruneck ist ganz speziell“

Bei zehn Vereinen in sieben verschiedenen Ligen hat Thomas Tragust bereits sein Geld verdient. Nun schlägt der Goalie-Tausendsassa aus dem Vinschgau im Pustertal Wurzeln. Er verrät uns, was ihm an seinem neuen Zuhause begeistert.

In den vergangenen Jahren haben Sie sich den Ruf als Wandervogel angeeignet. Was hat Sie nun dazu bewogen, den Vertrag beim HC Pustertal zu verlängern und den andauernden Vereinswechseln ein Ende zu setzen?

Thomas Tragust: „In erster Linie geht es mir um die sportliche Herausforderung. Der HCP hat die Ambition, ganz vorne mitzuspielen. Das ist natürlich für einen Spieler besonders reizvoll. Es ein gut geführter Verein, der ein professionelles Arbeitsumfeld bietet. Zudem herrscht im Rienzstadion eine phantastische Atmosphäre, davon ist es einfach ein ganz spezieller Eishockeystandort.“


Was macht Bruneck denn so besonders?

„Es ist eine eishockeyverrückte Stadt, die mit ihrem Verein mitfiebert. Es ist nicht nur die Stimmung im altehrwürdigen Stadion, hier wird diese Sportart 365 Tage im Jahr gelebt. Und ja, man kann es ruhig sagen: Es kommt auch dieses Verlierer-Image hinzu. Die ewige Jagd nach dem ersten großen Titel, macht diese Aufgabe nochmal besonders reizvoll.“


Sie sprechen den Titel an. Haben Sie sich den Gewinn der Meisterschaft für die kommende Saison zum Ziel gesetzt?

„Ich will die AHL-Meistertrophäe unbedingt nach Bruneck holen. Als Spieler gilt es, das Maximale zu erreichen und das ist in unserem Fall nunmal der Titel. Die Klubverantwortlichen werden ihre Planungen unabhängig davon anstellen. Wie deren Zielvorgabe lautet, weiß ich noch nicht.“


Ist das bittere Viertelfinal-Aus der abgelaufenen Spielzeit vollständig verdaut?

„Nein, sowas geht nicht so schnell. Wir haben in der Regular Season und in der Master Round überzeugt, dann kam das plötzliche Saisonende. Ich denke, jeder von uns hat sich danach selbst hinterfragt und nach möglichen Ursachen gesucht. Es sollte dies eine Lehre sein, es in der nächsten Saison besser zu machen.“


Beim HC Pustertal sind Sie nicht nur als Spieler tätig, sondern gleichzeitig auch in den Jugendsektor eingebunden. Was sind dort ihre Aufgaben?

„Ich habe im vergangenen Jahr beim deutschen Eishockeybund in Füssen die Torhütertrainerlizenz erhalten. In dieser Funktion betreue ich die Jugendmannschaften von der U10 bis hoch zu U19. Im Winter stehe ich jeden Tag ab 15 Uhr auf dem Eis. Zunächst betreue ich die jungen Goalies, am Abend dann muss ich selbst zum Training. Diese Kombination macht mir ungemein viel Spaß. Das ist mit ein Grund, weshalb ich mich in Bruneck so wohl fühle und hier noch lange tätig sein möchte.“



Fragen: Alexander Foppa

Autor: sportnews

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